Globale Vermögensverwaltungsriese BlackRock, insbesondere der Leiter der Asia-Pazifik-Region für iShares, Nicholas Peach, sagte, dass nur 1 % der asiatischen Haushaltsvermögen in einem Standardinvestmentportfolio in Kryptowährungen investiert werden müssten, um theoretisch fast 2 Billionen US-Dollar an zusätzlichen Kapitalzuflüssen in den Markt zu bringen, was groß genug ist, um die gesamte digitale Vermögenslandschaft zu erschüttern.
Nicholas Peach erklärte auf der Consensus-Konferenz in Hongkong, dass mit der zunehmenden Akzeptanz von Kryptowährungs-ETFs durch institutionelle Investoren, insbesondere in asiatischen Märkten, die Entwicklung der Kryptowährungsbranche neu definiert wird.
Er erwähnte, dass bereits einige Vermögensberater empfehlen, in Standardportfolios 1 % in Kryptowährungen zu investieren. Er zerlegte die Zahl weiter: „Wenn man es einfach schätzt, beträgt das gesamte Vermögen der asiatischen Haushalte etwa 108 Billionen US-Dollar. Wenn 1 % davon in Kryptowährungen fließen, sind das fast 2 Billionen US-Dollar Kapital, was etwa 60 % der aktuellen Gesamtgröße des Kryptowährungsmarktes entspricht.“
Nicholas Peach veranschaulichte mit diesen Zahlen die erstaunliche Kraft des traditionellen Finanzsektors – selbst eine geringfügige Anpassung des Asset-Allocation-Modells könnte die Zukunft digitaler Vermögenswerte massiv beeinflussen.
BlackRocks Tochtergesellschaft iShares ist der weltweit größte ETF-Anbieter und ein wichtiger Treiber bei der Integration von Kryptowährungen in das regulierte Finanzsystem. Das Unternehmen brachte im Januar 2024 in den USA den Bitcoin-Spot-ETF (IBIT) auf den Markt, der inzwischen zum am schnellsten wachsenden ETF aller Zeiten geworden ist, mit einem Vermögensverwaltungsvolumen von fast 53 Milliarden US-Dollar.
Nicholas Peach erwähnte, dass dieser Trend nicht nur in den USA begrenzt ist. Tatsächlich stammt ein beträchtlicher Anteil der Gelder, die in US-Kryptowährungs-ETFs fließen, von asiatischen Investoren.
„Die Akzeptanz von ETFs in der asiatischen Region wächst rasant“, beobachtete er, „asiatische Investoren gewöhnen sich zunehmend daran, ihre Meinungen zu verschiedenen Vermögenswerten über ETFs auszudrücken – nicht nur bei Kryptowährungen, sondern auch bei Aktien, festverzinslichen Anlagen (wie Anleihen) und Rohstoffen.“
Blicken wir nach Asien, so treiben mehrere Märkte, darunter Hongkong, Japan und Südkorea, aktiv die Einführung oder Erweiterung lokaler Kryptowährungs-ETF-Produkte voran. Branchenbeobachter erwarten, dass mit der zunehmenden Klarheit bei den regulatorischen Rahmenbedingungen diese regionalen Handelsplattformen die Markttiefe weiter vertiefen werden, was es inländischen Kapital leichter macht, einzusteigen.
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