Bitcoin konsolidiert sich, ist der Einstiegspunkt gekommen? K33: Verkaufsdruck nimmt ab, Bodensignale entstehen

Bitcoin schwankt seit Wochen zwischen 60.000 und 75.000 US-Dollar. Für viele Investoren ist diese Seitwärtsbewegung, bei der es weder nach oben noch nach unten geht, besonders schwer auszuhalten. Das Forschungsinstitut K33 weist jedoch darauf hin, dass die scheinbar langweilige Seitwärtsphase möglicherweise eine strukturelle Veränderung ankündigt: Mit nachlassendem Verkaufsdruck könnten Signale für eine Bodenbildung bereits sichtbar sein. Vetle Lunde, Leiter der Forschung bei K33, erklärt in dem neuesten Bericht, dass Bitcoin in letzter Zeit innerhalb des Bereichs von 60.000 bis 75.000 US-Dollar schwankt, während ETF-Geldflüsse und das Verhalten der Langzeit-Halter stabil bleiben. Er betont, dass diese Preisentwicklung „häufig mit einem Marktboden einhergeht“ und für mittel- bis langfristige Investoren eine attraktive Einstiegschance bei etwas über 70.000 US-Dollar bieten könnte. Ende der Verkaufswelle? Lunde beobachtet, dass seit Ende Februar dieses Jahres die Kapitalflüsse in Bitcoin-Spot-ETFs allmählich in den positiven Bereich umgeschlagen sind. Dies deutet darauf hin, dass nach dem Allzeithoch im Oktober letzten Jahres eine lange Phase des „Händereinsatzes“ vorbei sein könnte, bei der Großinvestoren ihre Bestände an Kleinanleger abgaben. Diese Phase scheint nun abgeschlossen zu sein. Warum kam es zuvor zu einer Abverkaufswelle? Lunde erklärt, dass Investoren bei fallenden Kursen oft schnell Gewinne mitnehmen oder Stop-Loss-Orders auslösen, was einen Teufelskreis aus „je niedriger der Kurs, desto mehr verkauft wird“ schafft. Mit fallenden Kursen nimmt der Verkaufsdruck ab, und die Kauflaune erholt sich allmählich. Stabilisierung der Langzeit-Halterstruktur Dasselbe Phänomen zeigt sich auch bei den Langzeit-Haltern. Laut K33-Daten steigt die Menge an Bitcoin, die länger als sechs Monate gehalten wird, nach der großen Umschichtung bis Ende 2025 wieder an. Lunde weist darauf hin, dass Bitcoin derzeit noch weit unter der psychologischen Marke von 100.000 US-Dollar liegt, was viele Langzeit-Investoren dazu veranlasst, ihre Bestände zu halten, anstatt den Markt zu verlassen. Diese „Halted-Emotion“ sorgt für eine starke Unterstützung im aktuellen Preisbereich. Veränderung der Bitcoin-Versorgung in den letzten 30 Tagen (Halten von 6 Monaten oder länger). Quelle: K33 Makroökonomische Gegenwinde bestehen weiterhin, doch die Marktstruktur hat sich bereits heimlich verbessert Trotz der positiven Entwicklung im Marktumfeld bleibt die Gesamtsituation unsicher. Die geopolitische Lage im Nahen Osten spitzt sich zu, begleitet von einem Anstieg der internationalen Ölpreise, was die Volatilität an den globalen Finanzmärkten erhöht. Gleichzeitig sendet die US-Notenbank (Fed) weiterhin hawkische Signale, was die Erwartungen an eine Zinssenkung in naher Zukunft dämpft. Der Bericht weist darauf hin, dass diese Faktoren die Risikobereitschaft der Märkte drücken und den Zufluss von Kapital in den Kryptobereich einschränken. Aus den Handelsdaten geht hervor, dass die Marktstimmung weiterhin vorsichtig ist. Lunde erklärt, dass die offenen Positionen bei Bitcoin-Perpetuals nahe an den Tiefstständen des Jahres liegen und die Funding-Raten dauerhaft negativ sind, was auf eine schwache Nachfrage nach Long-Positionen hindeutet. Auch institutionelle Investoren bleiben größtenteils abwartend. Die offenen Kontrakte bei den Bitcoin-Futures an der CME stagnieren, was das Vertrauen der Institutionen in eine Expansion der Terminkontrakte begrenzt. Bodenbildung im Gange, Erholung noch ausstehend Trotz kurzfristiger makroökonomischer Turbulenzen bleibt Lunde optimistisch und sieht die aktuelle Marktstruktur als vielversprechend an. Er erklärt, dass die Kombination aus „erschöpftem Verkaufsdruck“, „stabilen ETF-Geldflüssen“ und „seitwärts laufendem Kurs“ stark darauf hindeutet, dass Bitcoin sich allmählich von der vorherigen Verkaufswelle erholt und in eine Bodenbildungsphase eintritt. Er gibt jedoch auch zu, dass das Aufwärtspotenzial kurzfristig durch die Unsicherheiten in der Gesamtwirtschaft begrenzt bleibt. Für Investoren ist es vielleicht noch nicht der richtige Zeitpunkt, auf eine „V-förmige“ Trendwende zu setzen, doch die ersten Anzeichen eines mittelfristigen Bodens sind bereits sichtbar.

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