Japan plant die Einführung eines Kryptowährungs-"Separatbesteuerungssystems": Der Handel mit Spot-, Derivaten und ETFs wird separat besteuert, der Steuersatz beträgt einheitlich 20%.

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Japanische Liberale Demokratische Partei und Nippon Ishin no Kai veröffentlichten am 19. Dezember den „Entwurf für die Steuerrechtsreform 2026 (Reiwa 8)“, in dem klar festgelegt wird, dass Krypto-Assets (virtuelle Währungen) neu als „Finanzprodukte zur Vermögensbildung der Bürger“ eingestuft werden sollen, und planen die Einführung eines separaten Steuererklärungssystems.
(Vorheriger Kontext: Japanische Krypto-Regulierung bewegt sich in Richtung „Wertpapier“-Rahmen: IEOs und nicht registrierte Plattformen stehen vor der strengsten Zeit, Steuersätze halbiert und an Aktien angeglichen)
(Hintergrund: Japan verschärft Regulierung durch „Verantwortungsvorsorge“, Börsen müssen Kundengelder für Entschädigungen vorhalten)

Japanische Liberale Demokratische Partei und Nippon Ishin no Kai veröffentlichten am 19. Dezember den „Entwurf für die Steuerrechtsreform 2026 (Reiwa 8)“, in dem klar festgelegt wird, dass Krypto-Assets (virtuelle Währungen) neu als „Finanzprodukte zur Vermögensbildung der Bürger“ eingestuft werden sollen, und planen die Einführung eines separaten Steuererklärungssystems. Diese Reform wird als bedeutender Schritt angesehen, um die japanische Regierung aktiv in die digitale Vermögenswelt einzubinden, die Steuerbelastung für Investoren zu verringern, den heimischen Markt zu beleben und diese mit traditionellen Finanzprodukten wie Aktien und Investmentfonds anzugleichen.

Derzeit werden Einkünfte aus Kryptowährungstransaktionen in Japan als „sonstige Einkünfte“ klassifiziert und unter der Gesamteinkommensteuer erfasst, wobei der Steuersatz vom Gesamteinkommen abhängt und bis zu 55% betragen kann (45% Einkommensteuer plus 10% Einwohnersteuer). Dies belastet nicht nur hochvolumige Händler stark, sondern gilt auch als einer der Hauptgründe, die Entwicklung des heimischen Krypto-Marktes zu behindern. Die Bekanntgabe des Entwurfs ist eine Reaktion auf die langjährigen Forderungen der Branche und Investoren und markiert eine steuerliche Wende in eine freundlichere Richtung.

Details des separaten Steuersystems

Im Entwurf wird festgelegt, dass „Kryptowährungen, die zur Vermögensbildung der Bürger beitragen“ (有助國民資產形成的加密資產), also Krypto-Assets, die in Form von Spot-Handel, Derivaten sowie durch ETF generierte Einkünfte, unter das separate Steuererklärungssystem fallen. Der Steuersatz wird einheitlich auf 20% festgesetzt (15% Einkommensteuer, 5% Einwohnersteuer), gleich wie bei Aktienveräußerungsgewinnen. Das bedeutet, unabhängig vom Gesamteinkommen des Einzelnen, werden die Gewinne aus entsprechenden Krypto-Transaktionen mit einem festen Steuersatz berechnet, was die Steuerbelastung für Hochverdiener deutlich senkt.

Außerdem wird zur Erhöhung der Investitionsflexibilität erstmals ein Verlustvortrags- und -ausgleichssystem eingeführt. Investoren, die bei bestimmten Transaktionen Verluste erleiden, können diese Verluste bis zu 3 Jahre vortragen und mit zukünftigen gleichartigen Einkünften verrechnen. Diese Maßnahme ähnelt der Behandlung bei Aktien- und Forex-Transaktionen und hilft Investoren, Risiken aktiver zu steuern und Verluste aus einem Jahr nicht ungenutzt zu lassen.

Allerdings gilt dieses Privileg nicht für alle Krypto-Transaktionen. Der Entwurf betont, dass die Anwendung auf „bestimmte Krypto-Assets“ beschränkt ist, hauptsächlich die Währungen, die auf in Japan registrierten Börsen gemäß dem Finanzinstrumentenhandelsgesetz gehandelt werden (wie Bitcoin, Ethereum etc.). Transaktionen auf ausländischen Börsen, DeFi (dezentrale Finanzen), Staking oder Lending, NFT-Käufe und -Verkäufe werden wahrscheinlich weiterhin unter die allgemeine Einkommenssteuer oder sonstige Einkünfte fallen. Auch die Verrechnung von Gewinnen und Verlusten zwischen Spot- und Derivatehandel könnte aufgrund unterschiedlicher Einkunftsarten ausgeschlossen sein.

Zeitplan und Hinweise zur Anwendung

Die Steuerreform basiert auf der Änderung relevanter Gesetze wie dem Finanzinstrumentenhandelsgesetz und wird voraussichtlich ab Januar 2028 in Kraft treten (im Jahr nach der Gesetzesänderung). Die Regierung plant, im Jahr 2026 einen entsprechenden Gesetzentwurf im Parlament einzubringen, um den genauen Umfang und die Details der „bestimmten Krypto-Assets“ weiter zu klären.

Experten warnen, dass Investoren frühzeitig ihre Transaktionsaufzeichnungen ordnen und die Risiken bei Plattformen im Ausland oder bei nicht-mainstream-Transaktionen beachten sollten, da diese möglicherweise nicht von den Vergünstigungen profitieren. Zudem besteht die Möglichkeit, dass bei einer strengeren Regulierung der Krypto-Assets im Rahmen der Finanzprodukte auch die Steuer auf Gewinne bei Auslandsaufenthalten (Auslandssteuer) angewendet wird, was besondere Aufmerksamkeit erfordert.

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