Bitwise Analyse zeigt, dass die Verlustwahrscheinlichkeit bei Bitcoin bei einer Haltedauer von über drei Jahren nur 0,7 % beträgt, bei zehn Jahren sogar null. Allerdings ist das Risiko kurzfristiger Trades mit bis zu 47 % Verlust deutlich höher.
(Vorheriger Kontext: MicroStrategy hat 6 Milliarden US-Dollar in perpetual Preferred Shares investiert, um Bitcoin zu kaufen.)
(Hintergrund: Lieber ein Organ opfern, als Bitcoin zu verkaufen. Ist Michael Saylor ein Genie oder ein kompletter Betrüger?)
Im Kryptowährungsmarkt hört man oft den alten Spruch: „Schätze das Leben, meide Verträge.“ Der wahre Schlüssel zum Gewinn liegt vielleicht nicht im Spekulieren auf Kursanstiege oder -abfälle, sondern darin, eine gute Beziehung zur Zeit zu pflegen.
Laut dem neuesten historischen Backtest von Bitwise Europe zeigt sich eine starke negative Korrelation zwischen Verlustwahrscheinlichkeit und Haltedauer bei Bitcoin:
- Über drei Jahre gehalten, sinkt die Verlustwahrscheinlichkeit auf 0,7 %
- Bei einer Haltezeit von fünf Jahren liegt die Verlustwahrscheinlichkeit bei nur 0,2 %
- Bei zehn Jahren Haltedauer beträgt die historische Gewinnrate 100 %
Die tödliche Falle des kurzfristigen Tradings: Fast die Hälfte verliert
Im krassen Gegensatz zur Langzeithaltung ist das Risiko beim kurzfristigen Handel extrem hoch. Laut derselben Daten liegt die Verlustwahrscheinlichkeit beim Daytrading bei 47,1 %, bei einer Woche bei 44,7 %, bei einem Monat bei 43,2 %. Selbst bei einem Jahr Haltedauer besteht noch ein Risiko von 24,3 %, Verluste zu erleiden.
Das erklärt, warum im Marktumfeld Anfang 2026 die Situation für Investoren mit unterschiedlichen Haltedauern so unterschiedlich ist. Für langfristige Investoren, die vor 3 bis 5 Jahren eingestiegen sind, liegt der durchschnittliche Realisierungspreis (Kostenbasis) bei etwa 34.780 USD. Selbst bei einem Kurssturz behalten sie noch rund 90 % unrealisierten Gewinn.
Investoren mit 6 bis 12 Monaten Haltedauer haben durchschnittliche Kosten von etwa 101.250 USD und stehen derzeit vor etwa 35 % Buchverlust. Bei einer Haltedauer von 1 bis 2 Jahren liegen die Kosten bei ca. 78.150 USD, mit etwa 15 % Verlust.
Der Zeitvorteil: Der Schlüssel durch Zyklen
Diese Daten zeigen erneut: Kurzfristige Schwankungen werden stark von makroökonomischen Faktoren, Leverage-Entlastungen und Liquidität beeinflusst, was Investoren in Panik zum Verkauf verleiten kann. Betrachtet man jedoch einen längeren Zeitraum, haben es langfristige Bitcoin-Halter nach mehreren Bullen- und Bärenzyklen fast immer geschafft, Verluste zu vermeiden.
Natürlich ist die Vergangenheit kein Garant für die Zukunft, doch für Anleger, die in den Kryptomarkt einsteigen wollen, ist die Botschaft klar: „Die Zeit im Markt“ ist viel wichtiger als der richtige Einstiegszeitpunkt. Wer kurzfristige Schwankungen aushalten kann, für den kann die Zeit das beste Werkzeug sein, um Risiken zu minimieren.

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