Japan und die US-Staatsanleihenmärkte schwanken, ziehen globale Liquidität ab und lassen Krypto-Assets gleichzeitig stark fallen. Tom Lee wies in einem Interview darauf hin, dass nach der Entleverage-Phase im Kryptomarkt Gold und Tokenisierungstrends langfristiges Momentum für Bitcoin und Ethereum schaffen werden.
(Vorheriger Kontext: Tom Lee warnt den Markt: 2026 wird „schmerzhafter Absturz“, aber bis Ende des Jahres wird Bitcoin wieder steigen und ein neues Hoch erreichen)
(Hintergrund: BitMine investiert erneut 80 Millionen US-Dollar in 24.000 ETH! Tom Lee: Vitalik und Sam Altman werden an der BitMine-Aktionärsversammlung teilnehmen)
Während der Goldpreis ein Allzeithoch überschreitet und sich fast 5.000 US-Dollar nähert, zeigt Bitcoin, das als „digitales Gold“ gilt, nicht die gleiche Absicherungsfunktion, was viele Investoren verwirrt.
Tom Lee, Forschungsleiter bei Fundstrat Global Advisors, erklärt in einem Interview zu diesem Phänomen: Der Markt steht vor einer historischen „Deleveraging“-Krise, und die Bedrohung durch Quantencomputing verändert die Präferenzen der Investoren für Bitcoin und Ethereum.
Fundstrat-Gründer Tom Lee sagte kürzlich, dass die aktuelle Marktlage eine „notwendige Säuberung“ sei, die darauf abzielt, hochgehebelte Positionen aus dem Markt zu drängen. Er betont, dass Bitcoin, sobald das Leverage abgebaut ist, die 200.000-US-Dollar-Marke anpeilen könnte.
Angesichts der jüngsten Schwäche von Bitcoin als Absicherung sagt Tom Lee, dass Kryptowährungen eigentlich mit Gold mitziehen sollten, doch die Anpassung der Kapitalstrukturen behindert die Kursentwicklung. Er hebt zwei entscheidende Zeitpunkte hervor:
„Zuerst ist da der ‚1011‘-Markt-Schock, das war die größte Deleveraging-Event in der Geschichte der Kryptowährungen, das bis heute Nachwirkungen zeigt. Danach, in dieser Woche, erholte sich die Performance der Kryptowährungen, wurde aber durch die plötzliche Greenland-Erklärung erneut beeinträchtigt. Diese Erklärung führte zu starken Schwankungen bei den Renditen japanischer Staatsanleihen (JGB), was wiederum eine neue Runde des Kapitalabzugs aus Leverage-Positionen auslöste.“
Tom Lee betont, dass, wenn man diese Liquiditätsfaktoren des Deleveraging herausnimmt, die potenzielle Entwicklung von Kryptowährungen stark mit Gold korreliert. Derzeitige Preisniedrigstände sind eher eine technische Anpassung der Kapitalstruktur als ein Zusammenbruch der Fundamentaldaten.
Bei der Auswahl der Kryptowährungen beobachtet Tom Lee eine subtile Veränderung im Narrativ. Er glaubt, dass der zukünftige Kernwert von Kryptowährungen darin liegt, als „Abwicklungsschicht (Settlement Layer)“ für das globale Finanzsystem zu dienen, was Blockchain mit Smart-Contract-Funktionalität einen Vorteil verschafft.
„Das ist mehr eine Geschichte über Ethereum als nur über Bitcoin.“
Trotz der doppelten Gegenwinde durch Deleveraging und technologische Ängste bleibt Tom Lee für die langfristigen Aussichten von Bitcoin optimistisch. Er ist der Meinung, dass „die Geschichte von Bitcoin nicht vorbei ist“ und der Markt nur auf eine klarere regulatorische Umgebung wartet, während die Akzeptanz durch institutionelle Investoren stetig wächst.
„Ich halte 200.000 US-Dollar für Bitcoin immer noch nicht für eine verrückte Prognose. Bei den aktuellen Kursen ist das nur eine Verdopplung.“
Er untermauert seine Ansicht mit historischen Daten und weist darauf hin, dass die parabelförmige Kurssteigerung bei Kryptowährungen oft nach einem starken Anstieg bei Edelmetallen auftritt. Gold und Silber haben bereits die ersten Schritte gemacht, und wenn die historische Regel gilt, könnten Kryptowährungen in den kommenden Jahren eine Nachholbewegung erleben.
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