Mitbegründer von Ethereum Vitalik Buterin postete am 18.01., dass Ethereum seit langem ständig neue Funktionen hinzufügt, was dazu führt, dass das Protokoll immer komplexer und schwerer verständlich wird. Er sagte offen, dass ein Protokoll, das Millionen von Zeilen Code und mehrere Doktortitel an Kryptographie enthält, letztlich die Essenz von „Vertrauensverlust“ und „Selbstsouveränität“ verlieren könnte. Daher fordert er die offizielle Einführung eines „Vereinfachungs“- und „Garbage Collection“-Mechanismus(Garbage Collection) im Ethereum-Entwicklungsprozess. Der CEO von Solana Labs, Anatoly Yakovenko, vertritt dagegen eine völlig andere Meinung: Er betont, dass Blockchain ständig weiterentwickelt werden muss. Wenn die Weiterentwicklung stoppt, ist das gleichbedeutend mit dem Ausstieg aus dem Markt.
Mehr Funktionen, wachsendes Protokoll, das ursprüngliche Ziel untergraben
Vitalik weist darauf hin, dass Ethereum langfristig durch die ständige Hinzufügung neuer Funktionen und das seltene Entfernen alter Designs immer komplexer wird, um die Rückwärtskompatibilität zu gewährleisten. Er ist der Ansicht, dass ein übermäßig aufgeblähtes (Bloat) Protokoll das Vertrauen und die Selbstsouveränität schwächt, da Nutzer nur auf wenige Experten vertrauen können, die das System erklären, was den ursprünglichen Geist der Blockchain widerspricht.
Drei Hauptprobleme durch Komplexität, Verlust von Vertrauen und Souveränität
Vitalik glaubt, dass zu große Komplexität drei große Probleme mit sich bringt:
Die meisten Menschen können das Protokoll nicht verstehen und sind auf „Autoritäten“ angewiesen.
Wenn das Entwicklungsteam verschwindet, ist es nahezu unmöglich, einen hochwertigen Client neu aufzubauen.
Selbst technisch versierte Nutzer können das System kaum eigenständig verifizieren, was die Selbstsouveränität schwächt.
Er weist darauf hin, dass die meisten Upgrade-Bewertungen derzeit Priorität auf „keine Zerstörung des bestehenden Systems“ legen, was zu einer Entscheidung führt, nur hinzuzufügen, nicht zu entfernen. Dieses Mechanismus führt langfristig dazu, dass das Protokoll zu viele historische Ballast ansammelt, immer komplexer wird und schwerer zu warten ist.
Vereinfachung des Protokoll-Designs, geringere Entwicklungs- und Wartungshürden
Um der unnötigen Protokoll-Inflation entgegenzuwirken, schlägt Vitalik vor, im Ethereum-Entwicklungsprozess offiziell Mechanismen wie „Vereinfachung“ oder „Garbage Collection“ einzuführen. Ziel ist es, die Codezeilen zu reduzieren, die Abhängigkeit von komplexer Kryptographie zu verringern und mehr feste Regeln zu etablieren, damit Client-Verhalten leichter umzusetzen und vorherzusagen ist. Beispiele für den Weg in Richtung Vereinfachung sind der Übergang von PoW zu PoS sowie die jüngsten Gas-Reformen.
Ethereum ist noch nicht ausgereift und muss Schlüsselkompetenzen stärken
Vitalik gibt auch offen zu, dass Ethereum noch einen Weg vor sich hat, um wirklich „loszulassen“. Dazu gehören Maßnahmen gegen Quantenangriffe, skalierbare Architekturen und dezentralere Blockerzeugungsmechanismen, die alle weiter verbessert werden müssen, um das Ziel eines langfristig selbstbetriebenen Systems zu erreichen.
CEO von Solana hat eine andere Meinung: Ohne Iteration stirbt man
Nach Vitaliks Beitrag äußerte Anatoly Yakovenko, CEO von Solana Labs, sofort eine völlig andere Ansicht. Er sagte, dass Solana ständig iterieren müsse. Mit der Anpassung der Funktionen an die Bedürfnisse von Entwicklern und Nutzern sei das Stoppen der Iteration gleichbedeutend mit dem Aussterben.
Yakovenko stellt sich sogar vor, dass zukünftige Solana-Gebühren zur Finanzierung von KI-gestützter Entwicklung genutzt werden könnten, bei der KI beim Schreiben und Optimieren von Code hilft, um sicherzustellen, dass Solana immer weiterentwickelt wird.
Zwei Blockchains, zwei Philosophien: Der anhaltende Kampf zwischen Sicherheit und Geschwindigkeit
Ethereum setzt auf hohe Dezentralisierung und Selbstsouveränität und ist bereit, einen Teil der Verbreitungsgeschwindigkeit zu opfern, um langfristige Stabilität zu gewährleisten. Solana hingegen betont schnelle Weiterentwicklung und praktische Anwendbarkeit. Unterstützer von Vitalik befürchten, dass zu viele Funktionen Sicherheitslücken und Zentralisierungsrisiken erhöhen. Befürworter von Yakovenko meinen, dass zu große Vorsicht Innovationen behindert.
Die Werte der beiden Gründer spiegeln zwei Kernwerte der Branche wider: Die eine Seite fürchtet, dass zu viele Funktionen Risiken und Zentralisierungsdruck verstärken, die andere Seite glaubt, dass zu große Vorsicht Innovationen stagnieren lässt und Chancen verpasst. Wie sich die Blockchain-Branche in Zukunft entwickeln wird, bleibt abzuwarten.
(Vitalik:Ethereum soll bis 2026 einen stabilen, eingefrorenen Zustand erreichen, das Blockchain muss durch „Testen mit Loslassen“)
Dieser Artikel, in dem Vitalik die Vereinfachungsmechanismen zur Eindämmung der Komplexität von Ethereum fordert, sowie der Gründer von Solana: Ohne Iteration, dann ist man weg, erschien zuerst bei Chain News ABMedia.
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