Datum: Do, 18. Dez 2025 | 08:50 Uhr GMT
Der breitere Kryptowährungsmarkt erlebt in den letzten Wochen eine schwankende Kursentwicklung, eine Phase, die nach dem starken Verkaufsdruck am 10. Oktober begann. Diese Korrektur hat **Ethereum (ETH) **in den letzten 60 Tagen um fast 22 % gedrückt und übt anhaltenden Druck auf große Altcoins aus, einschließlich Polygon (POL).
POL ist in der vergangenen Woche um mehr als 10 % gefallen und liegt jetzt über 43 % im Minus in den letzten 60 Tagen. Während der kurzfristige Trend eindeutig bärisch bleibt, beginnt das Chart auf höherer Zeitebene eine technische Struktur zu offenbaren, die die Grundlage für eine potenzielle Erholung bilden könnte, wenn wichtige Niveaus zurückerobert werden.
Quelle: Coinmarketcap
Im Wochenchart scheint POL eine klassische Power of 3 Struktur zu bilden, ein Muster, das oft mit Tiefpunkten im Marktzyklus und Übergängen im Trend in Verbindung gebracht wird. Dieses Setup entfaltet sich typischerweise in drei Phasen — Akkumulation, Manipulation und Expansion — wobei die volatilste Bewegung eintritt, sobald die letzte Phase beginnt.
Früher im Jahr verbrachte POL eine längere Zeit in einer gut definierten Spanne, begrenzt durch Widerstand nahe der 0,27 $-Region und unterstützt bei etwa 0,15 $. Diese Seitwärtsbewegung spiegelte eine Akkumulationsphase wider, in der die Volatilität abnahm und die Kursentwicklung zunehmend gedämpft wurde. Solche Bedingungen deuten oft auf eine ruhige Positionierung großer Marktteilnehmer hin, während das allgemeine Interesse schwindet und die Stimmung neutral bis bärisch wird.
Dieses spannenabhängige Verhalten legte den Grundstein für die nächste Phase der Struktur, da Liquidität auf beiden Seiten des Marktes aufgebaut wurde.
Während des jüngsten marktweiten Abwärtstrends brach POL decisiv unter die 0,15 $-Akkumulationsunterstützung und fiel auf ein jüngstes Tief bei etwa 0,107 $. Dieser scharfe Einbruch, hervorgehoben durch den rot schattierten Bereich im Chart, stimmt eng mit der Manipulationsphase des Power of 3 Musters überein. Solche Bewegungen sind typischerweise darauf ausgelegt, Stop-Loss-Orders auszulösen, Kapitulation bei schwächeren Haltern zu erzwingen und die Stimmung in pessimistische Extreme zu treiben.
Polygon (POL) Wochenchart/Coinsprobe (Quelle: Tradingview)
Bemerkenswert ist, dass der Verkaufsdruck in diesem unteren Bereich an Momentum verliert. Kerzen werden komprimiert, und die Abwärtsdynamik scheint begrenzt, was darauf hindeutet, dass eine aggressive Distribution möglicherweise erschöpft ist.
Derzeit befindet sich POL noch in dieser Manipulationszone, was darauf hindeutet, dass der Markt noch nach einer Richtung sucht, bevor er sich auf einen größeren Übergang festlegt. Eine kurze Konsolidierungsphase um die aktuellen Niveaus wäre nicht ungewöhnlich, da Käufer und Verkäufer weiterhin um die Kontrolle kämpfen.
Damit das bullische Szenario an Fahrt gewinnt, muss POL die Unterstützung bei 0,15 $ zurückerobern und wieder über den 50-Wochen-Durchschnitt bei etwa 0,1569 $ steigen. Eine erfolgreiche Erholung über diese Niveaus würde auf einen Übergang in die Expansionsphase des Power of 3 Musters hindeuten, in der die Aufwärtsdynamik in der Regel schnell anzieht.
Wenn dieser Ausbruch gelingt, deutet die Chartprojektion auf eine mögliche Bewegung in den Bereich von 0,48–0,50 $ in den kommenden Monaten hin, einem Bereich, der mit früherem strukturellem Widerstand übereinstimmt.
Dieses Setup bleibt jedoch bedingt. Solange POL weiterhin unter 0,15 $ handelt, können Abwärtsrisiken nicht ausgeschlossen werden, und der Markt bleibt anfällig für weitere Volatilität. Das Halten der aktuellen Tiefs und das Zurückerobern wichtiger Widerstandsniveaus werden entscheidend sein, damit Bullen die bullische Umkehr-Story bestätigen können.
Haftungsausschluss: Die in diesem Artikel präsentierten Ansichten und Analysen dienen nur zu Informationszwecken und spiegeln die Perspektive des Autors wider, nicht als Finanzberatung. Die diskutierten technischen Muster und Indikatoren unterliegen der Marktvolatilität und können die erwarteten Ergebnisse entweder erzielen oder nicht. Anleger werden geraten, vorsichtig zu sein, unabhängige Recherchen durchzuführen und Entscheidungen im Einklang mit ihrer individuellen Risikotoleranz zu treffen.
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