Abgeordneter Warren fordert Untersuchung von PancakeSwap: DeFi ohne KYC ist zu einer Sicherheitslücke geworden!

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Warren nennt PancakeSwap und fordert das Finanzministerium sowie das Justizministerium auf, eine Sicherheitsüberprüfung einzuleiten

Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren hat erneut ihre Kritik an Dezentralisierten Finanzen (DeFi) geäußert und dem Finanzminister Scott Bessent sowie dem Justizminister Pam Bondi einen offiziellen Brief geschrieben. Darin fordert sie eine Untersuchung, ob die dezentrale Börse PancakeSwap eine nationale Sicherheitsgefahr darstellt.

Demokratische Senatorin Elizabeth Warren schreibt an Finanzminister Scott Bessent und Justizminister Pam Bondi zu DeFi-Themen

Bildquelle: Elizabeth Warren Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren schreibt an Finanzminister Scott Bessent und Justizminister Pam Bondi zu DeFi-Themen

In ihrem Schreiben macht Warren deutlich, dass PancakeSwap mehrere hochsensible Themen berührt, darunter Geldflüsse nordkoreanischer Hacker, Anti-Geldwäsche-Regelungslücken sowie mögliche politische Einflussnahmen im Zusammenhang mit der Krypto-Industrie der Trump-Familie.

Sie betont, dass das Kongress derzeit Gesetze zur Regulierung des Krypto-Marktes prüft. Bevor Terrororganisationen, kriminelle Gruppen und feindliche Staaten DeFi missbrauchen können, hat die Exekutive die Verantwortung, diese Risiken ernsthaft zu untersuchen. Warren fordert das Finanzministerium und das Justizministerium auf, bis spätestens 12. Januar zu antworten, ob entsprechende Untersuchungen eingeleitet wurden und ob die aktuellen Vorschriften ausreichen, um die Sicherheitsherausforderungen dezentraler Börsen zu bewältigen.


14 Milliarden Dollar Diebstahl aufgedeckt – ca. 20 % der Gelder durch PancakeSwap gewaschen

In ihrem Schreiben zitiert Warren Studien mehrerer Blockchain-Analysefirmen, die aufzeigen, dass PancakeSwap eine Schlüsselrolle bei einem der größten Krypto-Diebstähle der Geschichte gespielt hat. Laut Berichten von Allium und TRM Labs wurden im Februar dieses Jahres bei der Kryptobörse Bybit etwa 14 Milliarden Dollar an Vermögenswerten gestohlen. Rund 20 %, also ca. 2,63 Milliarden Dollar, wurden über PancakeSwap gewaschen und in Umlauf gebracht.

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Das US-Finanzministerium hat bereits mehrfach betont, dass Nordkorea durch Cyberangriffe und Kryptowährungsgeldwäsche langfristig seine Raketen- und Massenvernichtungswaffenprogramme finanziert. Warren ist der Ansicht, dass dezentralisierte Börsen ohne KYC (Know Your Customer) zu „idealen Ausgängen“ für kriminelle Gelder werden, wodurch Täter ihre illegalen Gewinne nahezu ohne Überwachung transferieren, mischen und realisieren können. Sie warnt, dass ohne wirksame Regulierung diese Plattformen weiterhin missbraucht werden und eine echte Bedrohung für das US-Finanzsystem und die nationale Sicherheit darstellen.


$USD1 und Trump-Familie – Politische Einflussnahme im Fokus

Neben den Geldflüssen Nordkoreas nennt Warren auch die Interaktionen zwischen PancakeSwap und dem von Trump unterstützten Krypto-Projekt World Liberty Financial. Laut Recherchen ausländischer Medien konzentrieren sich über 90 % des Handelsvolumens des USD-Stablecoins $USD1 auf PancakeSwap. Zudem starteten beide im vergangenen Jahr eine Liquiditätsförderung mit über 1 Million Dollar Belohnung, um den Handel mit $USD1 -bezogenen Handelspaaren zu fördern.

Warren weist darauf hin, dass diese Partnerschaften vor dem Hintergrund der Vorwürfe stehen, die Trump-Regierung habe die Durchsetzung im Krypto-Sektor gelockert. Das wirft zusätzliche Fragen auf.

In ihrem Schreiben äußert sie ausdrücklich, „besorgt zu sein über jegliche unrechtmäßige politische Einflussnahme der Trump-Regierung auf Regulierungs- und Durchsetzungsentscheidungen“.

Das Weiße Haus bestreitet weiterhin, dass Interessenkonflikte bestehen, und betont, dass die Krypto-Investitionen des Präsidenten und seiner Familie die Regierungspolitik nicht beeinflussen. PancakeSwap hat bislang keine offizielle Stellungnahme zu den Vorwürfen abgegeben.

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DeFi-Regulierung als rote Linie in Verhandlungen, legislative Entwicklungen mit Unsicherheiten

Während dieser Kontroverse verhandelt das US-Kongress derzeit über das Gesetz zur Struktur des Krypto-Marktes. Ob DeFi in die Anti-Geldwäsche- und Identitätsüberprüfungsregeln aufgenommen wird, gilt als eine der schwierigsten Streitfragen.

Warren fordert seit langem, dass unregulierte DeFi-Plattformen, die täglich Milliarden Dollar an Transaktionen abwickeln, ohne jegliche Identitätsüberprüfung, ein systematisches Sicherheitsrisiko darstellen.

Im Senate Banking Committee haben sich jedoch einige Demokraten für eine Zusammenarbeit mit Republikanern bei der Gesetzgebung entschieden, während Warren zunehmend aus den Kernverhandlungen ausgeschlossen wird. Die Republikaner sind skeptisch gegenüber Einschränkungen für DeFi und sehen diese als „rote Linie“ für die Branche. Mit der Verschiebung des Gesetzgebungsprozesses ins nächste Jahr und möglichen Konflikten mit dem Bundeshaushalt besteht die Gefahr eines erneuten Regierungsstillstands.

Vor diesem Hintergrund fordert Warren eine Untersuchung von PancakeSwap. Dies wird von Beobachtern auch als Versuch gewertet, nationale Sicherheits- und Interessenkonfliktfragen wieder in den Mittelpunkt der Krypto-Gesetzgebung zu rücken. Mit den Verbindungen zu nordkoreanischen Hackern, politischen Verflechtungen bei Stablecoins und den Debatten um DeFi-Regulierung steht die US-Krypto-Politik unter enormem Druck.

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