Krypto-Nachrichtenalarm: $14 Milliarden Bitcoin-Optionsverfall offenbart Marktschwachstellen

Der Kryptowährungs-Derivate-Markt bereitet sich auf ein epochales Ereignis vor, da eine rekordverdächtige Optionsabwicklung bevorsteht. Mit 14 Milliarden Dollar an Bitcoin-Optionen, die bald verfallen, stehen Marktteilnehmer vor der Realität eines stark gehebelten Ökosystems, das erheblichen Umwälzungen ausgesetzt sein könnte. Diese neuesten Krypto-Nachrichten unterstreichen die Fragilität, die einem scheinbar robusten Marktaufschwung zugrunde liegt.

Das bevorstehende Verfallsereignis bei Deribit—das über 80 % des globalen Krypto-Optionsmarktes kontrolliert—wird 146.000 Bitcoin-Optionskontrakte fällig stellen. Dies ist die größte Abwicklung in der Geschichte der Plattform und macht 44 % aller offenen Bitcoin-Optionspositionen über alle Verfallsdaten hinweg aus. Das Äquivalent bei Ethereum wird mit 3,84 Milliarden Dollar an Kontrakten gleichzeitig verfallen, was zusätzlichen Druck auf den Markt ausübt.

14 Milliarden Dollar Bitcoin-Optionen nähern sich kritischer Abwicklung

Derzeit sind etwa 4 Milliarden Dollar dieser Bitcoin-Kontrakte profitabel positioniert—das entspricht 28 % des gesamten offenen Interesses von 14 Milliarden Dollar. Diese profitablen Positionen stellen einen kritischen Punkt dar: Händler, die sie halten, stehen vor der Wahl, Gewinne zu realisieren, Positionen in spätere Verfallsdaten zu rollen oder auf weitere Kurssteigerungen zu hoffen.

Marktexperten erwarten eine bedeutende Umschichtung. Laut Portfoliomanagern führender Handelsfirmen wird ein Großteil dieses Interesses wahrscheinlich in die Verfallsdaten am 31. Januar und 28. März verschoben, die die nächstgelegenen tiefen Liquiditätspools für das neue Jahr darstellen. Dieses Rollverhalten könnte selbst Volatilität auslösen, wenn Händler Hedges durchführen und Portfolios neu ausbalancieren.

Das Put-Call-Verhältnis für diese Abwicklung liegt bei 0,69, was bedeutet, dass Call-Optionen (bullische Wetten) etwa im Verhältnis 3:2 die Puts übersteigen. Diese Asymmetrie zeigt, dass die Markthebelwirkung eindeutig auf Aufwärtsspekulationen ausgerichtet ist—eine Position, die vor Kurzem nach der jüngsten Fed-Entscheidung hervorragend funktionierte, jetzt aber gefährlich exponiert erscheint.

Gedehnte Positionierung erhöht Risiko erhöhter Volatilität

Der bullische Schwung im Kryptowährungsmarkt wurde nach der Dezember-Politikankündigung der Federal Reserve abrupt gestoppt. Fed-Chef Jerome Powell schloss explizit mögliche Kryptowährungskäufe aus und signalisierte für 2025 weniger Zinssenkungen. Seit dieser Entscheidung ist Bitcoin deutlich zurückgegangen, der aktuelle Kurs liegt Ende Februar 2026 bei etwa 67.970 Dollar—ein Rückgang vom vorherigen Niveau von 95.000 Dollar bei der ursprünglichen Optionspositionierung.

Dieser Kursrückgang setzt Händler mit gehebelten bullischen Positionen einem hohen Risiko für verstärkte Verluste aus. Sollten diese Händler kapitulieren und ihre Positionen massenhaft aufgeben, könnten erzwungene Liquidationen eine verheerende Kettenreaktion von Verkaufsdruck im gesamten Markt auslösen. Die Führung von Deribit hat offen gewarnt, dass die extremen Hebelwirkungen in der aktuellen Marktpositionierung die Bedingungen für genau diese Art von Schneeballeffekt schaffen.

Das Volatilitäts-der-Volatilität-Maß—das Schwankungen in der Preisschwankung selbst misst—ist derzeit erhöht, was signalisiert, dass die Marktteilnehmer keine klare Überzeugung über die zukünftige Kursrichtung haben. Hohe Volatilität-der-Volatilität geht typischerweise scharfen Richtungsbewegungen voraus und schafft ein Umfeld, in dem schnelle Stimmungsumschwünge sofort in heftige Kursschwankungen umschlagen können. Händler in solchen Bedingungen stehen unter ständigem Druck, Hedges anzupassen und Exposures neu zu balancieren.

Ethereum zeigt mehr bärische Signale als Bitcoin

Während Bitcoin ein ausgewogenes Risiko-Ertrags-Szenario mit erhöhter technischer Unsicherheit bietet, erzählt Ethereum durch die Linse der Optionsmarkt-Daten eine deutlich negativere Geschichte. Die implizite Volatilität bei Ethereum-Call-Optionen (bullische Wetten) ist im Vergleich zum Vortag stark gefallen, was auf eine deutlich reduzierte Nachfrage nach Aufwärtsexposure hinweist.

Das Put-Call-Skew-Verhältnis bei Ethereum liegt derzeit bei 2,06 %, während es bei Bitcoin mit 1,64 % neutraler ist. Dieser Unterschied zeigt eine deutlich düsterere Stimmung hinsichtlich der Kursaussichten von Ethereum. Zusammen mit einem eigenen Rückgang von 12 % seit der Fed-Entscheidung, bei dem der Token von etwa 2.330 Dollar auf rund 2.050 Dollar gefallen ist, preist der Optionsmarkt anhaltenden Abwärtsdruck für das Ethereum-Ökosystem ein.

Widerstandsniveaus halten Schlüssel zur Marktrichtung

Der breitere Kurskontext bleibt technisch fragil. Bitcoin hat sich nach jüngsten Tiefs in einer Art Short-Squeeze-Rallye stark erholt, die eher durch dünne Liquidität als durch fundamentale Katalysatoren getrieben wird. Wichtige technische Widerstände liegen jetzt bei 72.000 und 78.000 Dollar—Niveaus, die nur bei nachhaltigem Durchbruch eine echte strukturelle Aufwärtsbewegung signalisieren.

Solange diese Niveaus nicht decisiv überwunden werden, bleibt die Rallye eine technische Gegenbewegung. Einige Marktteilnehmer setzen jedoch aggressiv auf volatile Altcoins und zusätzliche Optionspositionen, in der Hoffnung, dass die Erholung anhält. Erfahrene Beobachter warnen jedoch, dass dieses Verhalten eher auf Positionierung und Momentum als auf einer klaren fundamentalen Verbesserung der makroökonomischen Lage im Kryptowährungssektor beruht.

Die bevorstehende Optionsabwicklung wird letztlich darüber entscheiden, ob die aktuellen gehebelten Positionen ins neue Jahr übertragen werden oder ob sie eine schmerzhafte Entschuldung auslösen. Mit Milliarden Dollar an Krypto-Assets in der Schwebe und maximaler technischer Unsicherheit stellt diese Entwicklung eines der bedeutendsten Ereignisse im Bereich der Derivate in jüngerer Zeit dar.

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