Umfassender Vergleich internationaler Broker: Wie man auf 8 Plattformen Geld spart

Immer mehr Menschen investieren in US-Aktien, doch viele Anfänger scheitern an Kontoeröffnungsprozessen, Gebührenvergleichen, Sprachbarrieren und anderen Problemen. Tatsächlich ist die Wahl eines passenden ausländischen Brokers viel einfacher, als du denkst. Dieser Artikel hilft dir, die Kernunterschiede zwischen ausländischen Brokern zu verstehen und schnell die für dich beste Investmentplattform zu finden.

Warum einen ausländischen Broker für US-Aktien wählen

Im Vergleich zum inländischen Mehrfachauftragssystem bietet die direkte Kontoeröffnung bei einem ausländischen Broker deutliche Vorteile.

US-Aktien wie Amazon, Google, Apple oder der S&P 500 sind weltweit bei Investoren äußerst beliebt, da sie hohe Renditen und hohe Liquidität bieten. Doch bei Investitionen über inländische Broker mit Mehrfachauftragssystemen hast du zwei Probleme: höhere Gebühren im Vergleich zur Direktinvestition und die Handelsentscheidungen liegen bei der Vermittlungsstelle.

Bei ausländischen Brokern ist die Situation ganz anders. Du kannst rund um die Uhr in Echtzeit handeln, jede Order selbst steuern und von äußerst wettbewerbsfähigen Gebühren profitieren. Besonders für Hochfrequenzhändler und größere Investoren können diese Vorteile erhebliche Kosteneinsparungen bedeuten.

Vollständige Analyse des Gebührenmodells bei ausländischen Brokern

Das Geschäftsmodell der ausländischen Broker basiert längst nicht mehr nur auf Handelsgebühren. Die meisten führenden Plattformen haben den Provisionshandel abgeschafft, was aber nicht bedeutet, dass keine Kosten anfallen.

Wichtige Kostenpunkte sind:

Handelskosten: Bei den meisten ausländischen Brokern sind Aktienkäufe und -verkäufe inzwischen gebührenfrei, stattdessen fallen Spreads an. Bei Interactive Brokers beispielsweise gibt es offiziell eine Gebühr von 0,005 USD pro Aktie, bei Konten unter 100.000 USD muss man jedoch 10 USD Monatsgebühr zahlen; Fidelity verzichtet vollständig auf Kontoführungsgebühren und ist damit für Privatanleger besonders freundlich.

Wechselkurse und Auszahlungen: Ein oft übersehener Kostenfaktor. Bei grenzüberschreitenden Überweisungen fallen Währungsumrechnungsverluste an. Auszahlungsgebühren liegen meist zwischen 10 und 45 USD – Mitrade und eToro sind relativ günstig (erste 1-2 Auszahlungen kostenlos oder nur 5 USD), Firstrade und Charles Schwab erheben dagegen 35 USD.

Sonstige versteckte Kosten: Plattformgebühren, Datenabonnements, Zinskosten für Margin-Trades usw. Diese variieren je nach Plattform und Kontotyp, insgesamt sind die Gebührenstrukturen bei ausländischen Brokern jedoch deutlich günstiger als bei inländischen Mehrfachauftragssystemen.

Vergleich von 8 ausländischen Brokern im Detail

Interactive Brokers (盈透证券) – Das internationalste Plattform

Gegründet 1978, ist Interactive Brokers die erste Wahl für professionelle Trader. Es bietet das weltweit umfangreichste Produktportfolio (Aktien, Optionen, Anleihen, Futures, Forex, Kryptowährungen etc.) und bedient 135 Märkte weltweit, mit täglich Millionen von Transaktionen.

Hauptvorteile: Das breiteste Produktangebot, über 60 Ordertypen, API für Automatisierung, ideal für erfahrene Trader mit Programmierkenntnissen.

Nachteile: Unterschiedliche Kontoanforderungen (bei Konten unter 100.000 USD fällt eine Monatsgebühr an), unzureichender chinesischer Kundensupport, steile Lernkurve.

Geeignet für: Professionelle Trader, Hochfrequenzhändler, erfahrene Investoren.

Fidelity (富达) – Spezialist für Fonds

Seit 1946 tätig, ist Fidelity eine der ältesten Finanzinstitutionen in den USA und der größte Anbieter von 401(k)-Rentenplänen. Besonders stark im Bereich Investmentfonds und ETFs.

Hauptvorteile: Keine Kontoführungsgebühren, keine Handelskosten bei Aktien, PayPal-Transaktionen, riesiges Fondsangebot.

Nachteile: Hohe Auszahlungsgebühren (3 % pro Transaktion), Optionshandel ist weniger ausgeprägt.

Geeignet für: Fondsanleger, langfristige und stabile Investoren.

TD Ameritrade (德美利) – Das vielfältigste Produktangebot

Nach der Übernahme durch Charles Schwab 2019 vereint TD Ameritrade die Stärken beider Firmen. Die Plattform Thinkorswim ist bei vielen Anlegern sehr beliebt.

Hauptvorteile: Breites Produktportfolio, über 100 gebührenfreie Fonds, umfangreiche Demokonten, gute chinesische Unterstützung.

Nachteile: Relativ komplexer Eröffnungsprozess, Auszahlungen kosten 25 USD.

Geeignet für: Langfristige, weniger frequentierende Investoren, die Wert auf Trading-Tools legen.

Firstrade (第一证券) – Pionier mit chinesischem Support

Gegründet 1985 von dem chinesisch-amerikanischen Unternehmer Liu Jinhang, war Firstrade einer der ersten Broker, die chinesischsprachigen Service anboten. Schnelle Kontoeröffnung und niedrige Transaktionskosten sind die Markenzeichen.

Hauptvorteile: Gebührenfreie Aktien, ETFs, Optionen, keine Mindesteinlage, umfassender chinesischer Support, schnelle Kontoeröffnung.

Nachteile: Höhere Auszahlungsgebühren (35 USD pro Transaktion), früherer Wegfall des Online-Kundenservice führte zu Kritik.

Geeignet für: Chinesischsprachige Nutzer, kostenbewusste Investoren.

Charles Schwab (嘉信证券) – Der Benchmark für traditionelle Broker

Seit 1971, größter US-amerikanischer stationärer Broker, an der NASDAQ gelistet, Vermögen über 3 Billionen USD, höchster Sicherheitsstandard.

Hauptvorteile: Keine Gebühren für US-Aktien, ETFs, Staatsanleihen; VISA-Karte mit Mehrwert; nach Übernahme von TD Ameritrade noch stabiler.

Nachteile: Hohe Mindesteinlage (25.000 USD), Auszahlungsgebühr 25 USD, unvollständige chinesische Webseite.

Geeignet für: Hochvermögende Investoren, risikoaverse Institutionen.

Futu (富途证券) – Mobile Trading im Fokus

Von Hongkong aus reguliert, ist die App bei Nutzern sehr beliebt, bietet eine intuitive Bedienung. Für US- und Nicht-US-Kunden gelten unterschiedliche Gebühren.

Hauptvorteile: Für US-Kunden gebührenfrei, exzellentes App-Design, US- und HK-Aktien gleichzeitig handelbar.

Nachteile: Für Nicht-US-Kunden 0,2 % Gebühren, Auszahlungsgebühr 45 USD, Mindestkontoeröffnung.

Geeignet für: US-Bürger, mobile Trader.

Mitrade – Der Kostenkönig bei CFDs

Gegründet 2011 in Australien, spezialisiert auf Derivate. Besonders hervorzuheben sind die extrem niedrigen Transaktionskosten und flexible Hebel.

Hauptvorteile: Gebühren nur 0,01-0,015 % (Branchenrekord), sehr niedrige Mindesteinlage (50 USD), Demo-Konto ohne Einzahlung, 1-2 kostenlose Auszahlungen pro Monat, Short-Positionen möglich.

Nachteile: Nur CFDs auf US-Aktien, kein tatsächlicher Aktienbesitz, Hebelrisiko.

Geeignet für: Kurzfristige Trader, kostenbewusste Investoren, risikobereite Nutzer.

eToro – Social Trading Pionier

Seit 2007 bekannt für Copy-Trading und soziale Funktionen. Man kann andere Trader beobachten und per Klick folgen. Diese Bequemlichkeit ist jedoch mit hohen Risiken verbunden.

Hauptvorteile: Community-Features, Copy-Trading, sehr niedriger Spread (0,09 %), umfangreiche Demo.

Nachteile: Mindesteinzahlung 200 USD, monatliche Inaktivitätsgebühr 10 USD, Erfolgsquote beim Copy-Trading ist variabel, englische Produktbeschreibung.

Geeignet für: Social-Trader, Anfänger, die von anderen lernen möchten.

Auswahl des ausländischen Brokers nach Investmentstil

Ich bin Hochfrequenzhändler, wie wähle ich?

Am besten ist Interactive Brokers mit bis zu 60 Ordertypen und API-Unterstützung. Alternativ bietet Mitrade mit 0,01-0,015 % extrem günstige Gebühren für schnelle Trades.

Ich bin langfristiger, stabiler Investor, wie wähle ich?

Charles Schwab oder Fidelity sind ideal. Beide bieten keine Kontoführungsgebühren, Schwab mit breitem Produktangebot, Fidelity im Fondsbereich führend.

Ich bin extrem kostenempfindlich, wie wähle ich?

Mitrade ist der „Kostenkönig“ mit 0,01-0,015 % Gebühren und kostenlosen Auszahlungen. Beachte jedoch, dass du CFDs handelst, nicht echte Aktien.

Ich spreche Chinesisch, wie wähle ich?

Firstrade und Futu bieten umfassenden chinesischen Support. Firstrade ist günstiger bei Gebühren, Futu bietet bessere mobile Apps.

Die drei Produktarten bei US-Aktieninvestitionen

Direktaktien – Eigentum an echten Aktien

Kauf bei traditionellen Brokern wie Schwab oder Fidelity. Du besitzt die Aktien, hast Stimmrechte und Dividendenansprüche. Die Eröffnung ist meist teuer (z.B. 25.000 USD bei Schwab).

US-ETFs – Diversifikation

Börsengehandelte Fonds, die einen Index abbilden. Über traditionelle Broker handelbar, risikoärmer als Einzelaktien, aber ebenfalls hohe Einstiegshürden.

US-CFDs – Flexibel, aber risikoreich

Mitrade und eToro bieten CFDs auf US-Aktien, bei denen du keine echten Aktien besitzt. Vorteile: niedrige Einstiegshürde (ab 50 USD), Hebel, Short-Positionen.

Produktart Eigentum Einstiegshürde Long/Short Hebel Gebühren Zielgruppe
Direktaktien Ja Hoch (ab 25.000 USD) Ja Nein 0 % Langfrist, mittelfristig
ETF Ja Hoch Ja Nein 0 % Risikoscheue, Diversifikation
CFD Nein Sehr niedrig (ab 50 USD) Ja/Nein Ja 0,01-0,09 % Kurzfrist, spekulativ

Echte Risiken beim Investieren bei ausländischen Brokern

Liquiditäts- und Kontosicherheitsrisiko

Obwohl die meisten Broker von Behörden wie FINRA oder SIPC reguliert werden, können in Extremfällen (z.B. Lehman-Pleite 2008) Gelder gefährdet sein. Große, gut regulierte Anbieter wie Schwab oder Fidelity sind sicherer.

Wechselkurs- und Rechtsrisiko

Grenzüberschreitende Investitionen sind immer mit Währungsrisiken verbunden. Bei Tod oder Streitigkeiten kann die Abwicklung des Kontos langwierig sein – eine versteckte Kostenfalle.

Informationsasymmetrie

Sprachbarrieren und mangelndes Wissen über Gesetze führen dazu, dass Anleger leicht durch falsche Informationen oder Social-Media-Gruppen getäuscht werden. Besonders bei CFD- und Copy-Trading-Plattformen besteht hohes Risiko, da die Entscheidungen anderer nicht immer zuverlässig sind.

Hebelrisiko (bei CFDs)

Hebel kann Gewinne vervielfachen, aber auch Verluste. Konten können bei plötzlichen Kursbewegungen sofort liquidiert werden, sogar mit negativem Saldo. Unsachgemäßer Einsatz von Stop-Loss- und Take-Profit-Orders erhöht das Risiko.

Zusammenfassung und Empfehlungen

Die Wahl des ausländischen Brokers sollte immer auf deinem Investmentstil und deinem Kostenbudget basieren:

  • Professionelle Trader: Interactive Brokers mit umfangreichen Tools.
  • Langfristige, stabile Investoren: Schwab oder Fidelity, keine Gebühren.
  • Kostenempfindliche: Mitrade, aber nur für CFD-Handel mit entsprechenden Risiken.
  • Chinesischsprachige Nutzer: Firstrade oder Futu, je nach Präferenz.

Unabhängig vom Broker gilt: Vor dem echten Handel unbedingt ein Demokonto nutzen, mit kleinen Beträgen starten und Risiko-Management-Tools beherrschen. Die Chancen an den US-Märkten sind groß, doch nur mit dem richtigen Werkzeug und Verständnis für die Risiken kannst du langfristig profitieren.

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