Ein Pulitzer-Preisträger der New-York-Times berichtet, dass Adam Back als „Bitcoin-Gründer“ bezeichnet wird, was hitzige Debatten auslöst

ChainNewsAbmedia
BTC1,01%

Der Journalist John Carreyrou von der New York Times, zweifacher Pulitzer-Preisträger und bekannt für sein Buch „Bad Blood“, hat kürzlich einen großen investigativen Bericht veröffentlicht. Er ist der Ansicht, dass die wahre Identität von Satoshi Nakamoto höchstwahrscheinlich der britische Kryptograf Adam Back ist. Das ist nicht das erste Mal, dass Back als Satoshi Nakamoto bezeichnet wird. Er bestreitet dies erneut und bekräftigt, dass er nicht Satoshi Nakamoto ist. Aber wenn Satoshi Nakamoto weder aus Asien noch weiß ist, könnte er dann ein Schwarzer sein? Irgendein Nutzer auf X änderte Back seinen Namen zu Adam Black und fügte ein Bild hinzu, was Back selbst dazu veranlasste, sich mit Protestkommentaren darunter zu melden: „Es ist Back und nicht Black – bitte korrigieren!“

Pulitzer-Preisträger stützt sich auf KI, bekräftigt die Feldrecherche und zeigt direkt auf Back als Bitcoin-Erfinder

Der New-York-Times-Reporter John Carreyrou hat einen ausführlichen investigativen Bericht veröffentlicht. Darin wird behauptet, der seit Jahren anonym gebliebene Erfinder von Bitcoin BTC, „Satoshi Nakamoto“, habe als wahre Identität den britischen Kryptografen Adam Back. Die Untersuchung kombiniert Analysen durch künstliche Intelligenz und forensische Sprachwissenschaft. Sie soll das seit 2008 die Finanzwelt umtreibende Rätsel der digitalen Identität lösen und hat bei der Krypto-Währungs-Community großes Aufsehen erregt.

Carreyrou war vor allem dafür bekannt, den Silicon-Valley-Betrugsfall „Bad Blood“ aufzudecken. Diesmal arbeitet er mit einem Experten für künstliche Intelligenz zusammen. Dabei wurden über 130.000 E-Mails und Beiträge aus Internetforen über einen Zeitraum von 18 Monaten hinweg miteinander abgeglichen. Ergebnis: Es wurde festgestellt, dass die Schreibgewohnheiten von Back in hohem Maße mit Satoshi Nakamotos Schreibstil übereinstimmen. Dazu gehören das Durcheinander von britischer und amerikanischer Rechtschreibung, die Verwendung von zwei Leerzeichen am Satzende sowie typische Merkmale wie die wiederkehrende fehlerhafte Nutzung von „its“ und „it’s“. Robert Leonard, ein Experte für Linguistik an der Hofstra University, sagt, dass diese spezifischen Grammatikgewohnheiten wie eine Art „syntaktischer Fingerabdruck“ seien und die berufliche Herkunft sowie den geografischen Ursprung des Autors effektiv erkennen ließen. Außerdem ist der von Back 1997 entwickelte Arbeitsnachweis-Algorithmus „HashCash“ genau der technische Kern der Mining-Mechanik im Bitcoin-Whitepaper.

Betroffener bestreitet erneut und betont den dezentralen Wert

Angesichts des Berichts der New York Times gab der 55-jährige Back, Geschäftsführer des Blockchain-Technologieunternehmens Blockstream, unmittelbar auf der Social-Plattform X eine Stellungnahme ab und dementierte entschieden, dass er Satoshi Nakamoto sei. Back betonte, er wisse nicht, wer Satoshi Nakamoto wirklich sei. Er ist der Ansicht, dass es für Bitcoin eine positive Bedeutung habe, wenn die Erfinderrolle anonym bleibe; das helfe dem Markt dabei, dies als eine Art mathematisch knappen digitalen Vermögenswert zu betrachten. Obwohl Back in Interviews eine abwehrende Haltung einnahm und sogar als jemand dokumentiert wurde, der unruhige Körpersprache wie ein zart spürbares Unbehagen erkennen ließ, vertrat er stets die Position, dass er nur ein früher Mitwirkender der Cypherpunks-Bewegung gewesen sei. Er habe sich dafür eingesetzt, die Freiheit der persönlichen Kommunikation durch Kryptografie zu schützen – nicht der Gründer zu sein, der riesige Vermögenswerte kontrolliert. Obwohl der Betroffene sich nachdrücklich dagegenstellt, investiert Back in viele Bitcoin-Unternehmen. Das bekannteste ist das japanische erste Bitcoin-Reserve-Unternehmen Metaplanet. Er habe auch auf einem Bitcoin-Event gesagt: „Am Ende werden alle Unternehmen bitcoinisiert.“

Digitale Fußspuren decken semantische Merkmale und versteckte Verbindungen auf

Eine weitere Analyse des Berichts kommt zu dem Ergebnis, dass es in den digitalen Fußspuren von Satoshi Nakamoto und Back zahlreiche seltene Wortschatzüberschneidungen gebe, etwa „a menace to the network“ und „abandonware“ usw. Das Ermittlungsteam nutzte erweiterte Suchfunktionen, um mehrere potenzielle Kandidaten miteinander abzugleichen, und stellte fest, dass nur Back diese besonderen sprachlichen Merkmale vollständig erfülle. Carreyrou ist der Meinung, Back könnte komplexe Verschleierungsmaßnahmen ergriffen haben, darunter den Austausch von E-Mails im persönlichen Namen mit Satoshi Nakamoto, um den Eindruck zu erzeugen, dass beide unterschiedliche Personen seien. Wenn diese Untersuchung zutrifft, würde der Wissenschaftler – Absolvent der University of Exeter – etwa 1,1 Millionen Bitcoins auf dem Konto von Satoshi Nakamoto besitzen. Auf Basis der derzeitigen Marktpreise geschätzt, könnte sein Vermögen bis zu 700 Milliarden US-Dollar betragen.

Sind wir alle Satoshi Nakamoto? Woher kommt Satoshi Nakamoto?

Der Dorian Nakamoto-Onkel, der im Internet häufig als Meme kursiert, ist ein amerikanischer Bürger japanischer Abstammung. Auch er selbst bestreitet entschieden, dass er Satoshi Nakamoto sei. Aber das Bild ist längst zu einem „Dauer-Meme“ geworden: Satoshi Nakamoto ist anonym. Natürlich können Menschen aus allen Ländern oder Ethnien Satoshi Nakamoto sein. Mit der Verbreitung des Investigativberichts und der Aufheizung der Gerüchte tauchten in den sozialen Medien auch verschiedene Diskussionen und Veralberungen zur Identität von Back auf. Ein Nutzer auf X änderte seinen Namen in „Adam Black“ und fügte ein Bild hinzu, das auf seinen ethnischen Hintergrund anspielte. Das brachte Back selbst zur Unzufriedenheit, und er hinterließ persönlich einen Kommentar, in dem er die Korrektur der Schreibweise seines Namens verlangte. Diese kleine Episode zeigt, dass die Spekulationen der Öffentlichkeit über die Identität von Satoshi Nakamoto längst die technische Ebene verlassen haben und zu einem Gag-Niveau geworden sind. Obwohl die New York Times detaillierte sprachwissenschaftliche Belege vorlegt, fehlen bislang noch direkte kryptografische Beweise dafür, dass Back tatsächlich die Person dahinter ist, denn der Genesis-Schlüssel von Satoshi Nakamoto wurde bis heute nie aktiviert.

Dieser Artikel, in dem der Pulitzer-Preisträger-Reporter der New York Times behauptet, dass Adam Back der „Bitcoin-Erfinder“ sei, hat viel Gesprächsstoff ausgelöst. Erstmals erschienen in der Kettennews ABMedia.

Disclaimer: The information on this page may come from third parties and does not represent the views or opinions of Gate. The content displayed on this page is for reference only and does not constitute any financial, investment, or legal advice. Gate does not guarantee the accuracy or completeness of the information and shall not be liable for any losses arising from the use of this information. Virtual asset investments carry high risks and are subject to significant price volatility. You may lose all of your invested principal. Please fully understand the relevant risks and make prudent decisions based on your own financial situation and risk tolerance. For details, please refer to Disclaimer.
Kommentieren
0/400
Keine Kommentare