Analyse: Der Krieg zwischen Iran und den USA hat sechs große Krisen ausgelöst und könnte die Stabilität der Weltwirtschaft gefährden

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Gate News Nachricht: Der Krieg zwischen den USA und dem Iran löst weltweit multiple wirtschaftliche Schocks aus; mindestens sechs Krisen treten gleichzeitig auf und könnten die Stabilität der Finanzmärkte gefährden. Der Analyst Crypto Rover warnt, dass die aktuelle Lage zu umfassenden wirtschaftlichen Turbulenzen führen könnte.

Zunächst geraten die Lebensmittel-Lieferungen unter Druck. Seit die Straße von Hormus blockiert ist, sind etwa 30% des Schiffsverkehrs für Düngemittel unterbrochen; der Harnstoffpreis steigt um 50%, und am Weizenmarkt zeigt sich eine Netto-Kauf- bzw. Aufwärtstendenz. Die auf künstlicher Intelligenz basierende Analysefirma Helios prognostiziert, dass die weltweiten Lebensmittelpreise bis Ende 2026 um 12% bis 18% steigen könnten.

Zweitens steht der japanische Rentenmarkt unter Druck: Die Renditen klettern auf Niveaus, die seit Jahrzehnten nicht mehr erreicht wurden, was auf ein breiteres Marktrisiko hindeuten könnte. Gleichzeitig kommt es im Private-Credit-Markt zu Rückgabebeschränkungen, darunter mit Blue Owl, BlackRock und Apollo: Mehrere Unternehmen pausieren teilweise die Kapitalflüsse. Der CEO von JPMorgan Chase, Jamie Dimon, warnt, dass die gesamten Verluste bei Leveraged Loans möglicherweise höher ausfallen könnten als erwartet.

Auch die Ausfallquote bei Subprime-Krediten steigt: Sie liegt bereits bei 10% der gesamten ausstehenden Schulden und stellt ein 11-Jahres-Hoch dar. Seit 2021 hat sich die Ausfallquote verdreifacht; das Risiko-Niveau ist vergleichbar mit dem während der Finanzkrise 2008.

Deutliche Anzeichen von Stagflation zeigen sich, während ein Sprung der Ölpreise die Inflationserwartungen weiter nach oben treibt. Die Verbraucherinflationserwartungen in den USA stiegen im März auf 6,2%; Saudi Aramco setzt einen neuen historischen Höchststand bei den asiatischen Ölpreisen und verstärkt damit den globalen Inflationsdruck weiter.

Darüber hinaus führen iranische Luftangriffe zu Störungen in der Aluminiumindustrie im Nahen Osten: Emirates Global Aluminium erwartet, dass eine vollständige Wiederaufnahme des Betriebs in den wichtigsten Werken frühestens nach 12 Monaten möglich sein dürfte. Der Nahe Osten macht etwa 9% der globalen Aluminiumproduktion aus; Lieferunterbrechungen werden Auswirkungen auf ein breites Spektrum von Anwendungen haben, von Flugzeugbau bis zu Solar-Photovoltaik-Modulen.

In der Gesamtschau drücken diese sechs Krisen gleichzeitig auf die Weltwirtschaft: Nahrungsmittel, Energie, Schulden, Finanzmärkte und industrielle Lieferketten sind gleichermaßen mit Risiken konfrontiert. Ob ein Waffenstillstand gelingt, wird darüber entscheiden, ob diese Krisen sich als kontrollierbare Schwankungen erweisen oder ob sie eine größere globale wirtschaftliche Unruhe auslösen könnten.

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