Moody’s vergibt die Bewertung Ba2 für eine bitcoinbesicherte Anleihe und nennt die Volatilität als zentrales Risiko in der Krypto-Sicherheitenstruktur.
Die Anleihe stützt sich auf 160% Bitcoin-Sicherheiten mit Auslösern für Liquidationen und nicht auf Gelder der Steuerzahler oder traditionelle Einnahmen.
Die Bewertung markiert die erste global unter standardisierten Kreditrahmen bewertete kommunalähnliche Anleihe, die durch Krypto besichert ist.
Ein neues Kapitel wurde für mit Krypto verknüpfte Finanzierung aufgeschlagen, nachdem Moody’s eine vorläufige Ba2-Bewertung für die 100-Millionen-Dollar-Bitcoin-besicherte Anleihe aus New Hampshire vergeben hatte. Die erst kürzlich veröffentlichte Bewertung spiegelt Bedenken hinsichtlich der Volatilität des Bitcoin-Preises wider. Laut Moody’s stützt sich die Anleihe auf Krypto-Sicherheiten, was sie zu einer der ersten macht, die unter traditionellen Kreditrahmen bewertet wurde.
Die Anleihe läuft über die Business Finance Authority von New Hampshire, strukturiert als Durchleitungsmodell ohne staatliche Absicherung durch Steuerzahler. Stattdessen hängt der Anlegerschutz von Bitcoin-Sicherheiten ab, die bei BitGo treuhänderisch verwahrt werden. Dieses Setup verlagert das Rückzahlungsrisiko direkt auf die Performance des Vermögenswerts.
Bemerkenswert ist, dass die Struktur rund 160% Sicherheiten in Bitcoin erfordert. Wenn die Preise fallen und Schwellenwerte unterschritten werden, werden automatisch Liquidationsauslöser aktiviert. Daher hängt die Rückzahlung davon ab, dass der zugrunde liegende Bitcoin bei Bedarf verkauft wird.
Im Gegensatz zu traditionellen Kommunalanleihen setzt dieses Modell nicht auf Steuereinnahmen oder gleichmäßige Einnahmequellen. Stattdessen bindet es den Wert direkt an den Marktpreis von Bitcoin. Infolgedessen hob Moody’s diesen Unterschied als Schlüsselfaktor für seine Bewertungsentscheidung hervor.
Moody’s ordnete die Anleihe in den spekulativen Bereich ein und vergab eine Ba2-Bewertung. Diese Einstufung spiegelt ein erhöhtes Risiko im Vergleich zu Wertpapieren mit Investment-Grade wider. Laut der Agentur bleiben die Preisschwankungen von Bitcoin das Hauptthema.
Bei der Bewertung wurden jedoch auch operative und strukturelle Aspekte berücksichtigt. Verwahrungsvereinbarungen und Liquidationsmechanismen beeinflussten die Gesamtbewertung. Dennoch blieb die Volatilität der dominierende Faktor, der das Kreditrisiko prägt.
Als Ergebnis könnten Investoren angesprochen werden, die mit einem höheren Risikoprofil vertraut sind. Gleichzeitig könnten konservative Portfolios wegen der spekulativen Einstufung vorsichtig bleiben.
Diese Bewertung ist ein bemerkenswerter Schritt für digitale Vermögenswerte innerhalb etablierter Finanzsysteme. Zum ersten Mal erhielt eine bitcoinbesicherte kommunalähnliche Anleihe eine formale Bewertung unter Verwendung standardisierter Kreditkennzahlen.
In der Zwischenzeit verlaufen breitere Entwicklungen parallel weiter. Das US-Arbeitsministerium hat kürzlich vorgeschlagen, dass Krypto und Private Equity in Rentenkonten zugelassen werden. Diese Schritte bringen digitale Vermögenswerte näher an herkömmliche Anlagekanäle.
Die Anleihe wurde erstmals im November berichtet. Nun, da die Bewertung von Moody’s vorliegt, haben institutionelle Rahmenwerke begonnen, sich mit Krypto-verknüpften Schuldtiteln zu befassen.