Bitcoin-ETF beendet die Serie aus sieben roten Tagen, erneut entsteht Druck auf den Bitcoin-Preis

US-amerikanische Bitcoin-Spot-ETFs sind nach sieben aufeinanderfolgenden Handelstagen mit Nettozuflüssen wieder in den Abfluss übergegangen. Am 18. Tag verzeichneten sie einen Tagesverlust von 163,5 Mio. USD, am 19. Tag erneut einen Abfluss von 51,90 Mio. USD. Gleichzeitig ist Bitcoin von seinem Wochengipfel zurückgefallen und zeitweise unter 70.000 USD gefallen. Das zeigt, dass sich sowohl die Liquiditätslage als auch die Preisentwicklung gleichzeitig abschwächen.

Bitcoin-ETFs zeigten in dieser Woche eine deutliche Trendwende. Nachdem sie vom 9. März bis zum 17. März sieben Handelstage in Folge insgesamt etwa 1,162 Mrd. USD eingesammelt hatten, kehrte sich der Kapital-Impuls ab dem 18. Tag um: Am 18. Tag kam es zu einem Nettoabfluss von 163,5 Mio. USD, am 19. Tag erneut zu einem Abfluss von 51,90 Mio. USD. Damit wurde eine zuvor laufende Serie von sieben roten Tagen beendet. Der Markt hatte ursprünglich darauf gesetzt, dass die ETF-Käufe fortgesetzt werden und Bitcoin dabei unterstützen, oberhalb der Marke von 70.000 USD zu bleiben. Doch unter dem Einfluss der eher hawkischen Signale der US-Notenbank, steigender Ölpreise und zunehmender geopolitischer Risiken hat sich die Kapitalrichtung spürbar in Richtung Vorsicht gedreht.

Laut den Daten verzeichneten Bitcoin-ETFs am 16. und 17. Tag jeweils einen Nettozufluss von 199,4 Mio. USD und damit die Einammelstimmung der Woche zuvor. Ab dem 18. und 19. Tag schlugen sie jedoch in Nettoabflüsse um. Wenn man die bislang veröffentlichten Daten für diese Woche zugrunde legt, waren in den vier Handelstagen vom 16. bis 19. März weiterhin Nettozuflüsse von 183,4 Mio. USD zu verzeichnen, doch vom Trend her hat sich dies bereits von „stabilem Einsammeln“ hin zu „Stocken im Spätverlauf“ verlagert. Aus Sicht der Produktkategorien kommt der größte Druck dieser Schwächewelle vor allem vom Rückfluss der Marktführerprodukte. Am 18. März verzeichnete BlackRocks IBIT einen Tagesabfluss von 33,90 Mio. USD, Fidelitys FBTC einen Abfluss von 103,8 Mio. USD und auch Grayscales GBTC einen Abfluss von 18,80 Mio. USD; am 19. März verzeichnete FBTC erneut einen Abfluss von 26,00 Mio. USD, und auch BITB, ARKB und GBTC verbuchten synchron Abflüsse. Das zeigt, dass diese Korrektur nicht nur eine vorübergehende Schwankung einzelner Produkte ist, sondern eine breitere Abkühlung der Risikobereitschaft institutioneller Anleger. Bitcoin: Nach dem Unterschreiten von 70.000 USD ist es noch nicht wirklich stabil geworden Laut Daten von Binance lag Bitcoin zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei etwa 70.756,93 USD. Innerhalb von 24 Stunden fiel das Tief auf 68.805,52 USD, während das Hoch bei 71.227,75 USD lag. Der Kursrückgang innerhalb der letzten 24 Stunden betrug ungefähr 0,75 %, und in den letzten 7 Tagen liegt er noch bei einem kleinen Minus von 0,8 %. Obwohl der Preis noch keinen so starken, hastigen Verkaufsdruck wie Anfang Februar gezeigt hat, wurde die 70.000-Dollar-Marke erneut vom Markt getestet – und das Tief hat die entsprechende ganzzahlige Unterstützungszone nun klar unterschritten. Das ist entscheidend. Denn aufgrund der Wirkung von ETFs besteht die Funktion üblicherweise nicht darin, die Kursrichtung direkt zu bestimmen, sondern vielmehr darin, bestehende Trends zu verstärken: Wenn der Kurs nach oben geht, verstärken ETF-Zuflüsse die Marktoptimismus; wenn der Kurs schwächer wird, verstärken ETF-Abflüsse die Interpretation, dass „institutionelle Käufe langsamer werden“. Genau deshalb ist Bitcoin in dieser Woche besonders beobachtenswert: Es war zuvor gerade auf die Nähe von 74.000 USD zurückgesprungen, ist nun aber erneut an die Schwelle von 70.000 USD zurückgefallen. Das signalisiert dem Markt, dass diese Aufwärtsbewegung zwar durch Kapital unterstützt wurde, die Basis jedoch nicht ausreichend stabil ist. Denn ETF-Kapitalflüsse sind letztlich ein nachlaufendes Signal, während der Preis die unmittelbarste Reaktion des Marktes auf das Gesamtumfeld darstellt. Der Rückgang von Bitcoin von der Hochzone in dieser Woche liegt nicht nur daran, dass sich ETF-Mittel in den Abfluss drehen; wichtiger ist, dass sich das makroökonomische Umfeld schnell verschlechtert hat. Der Markt verarbeitet nach dem Treffen der US-Notenbank erneut die Erwartung „längerer hoher Zinsen“, dazu kommt, dass sich durch die Zuspitzung im Nahen Osten die Ölpreise erhöhen und die Risikopräferenz der Anleger deutlich schrumpft. Händler haben die Erwartungen an eine US-Senkung der Zinssätze nun auf die Mitte des Jahres 2027 oder ungefähr dorthin nach hinten verlegt. Das dürfte – angesichts der Tatsache, dass Kryptoassets ohnehin stark von Liquidität und Risikopräferenz abhängen – zweifellos zusätzlichen Druck erzeugen. Obwohl eine Serie von ETF-Zuflüssen über sieben Tage hinweg zeitweise ein optimistisches Umfeld von „Institutionengelder kehren zurück“ schaffen konnte, was die Preise in dieser Woche wirklich bestimmt, sind weiterhin makroökonomische Variablen und nicht nur die Kapitalflüsse. Wenn die US-Notenbank eine hawkische Haltung einnimmt, die Energiepreise stark steigen und geopolitische Risiken zunehmen, kann Bitcoin – selbst wenn noch ein Teil des ETF-Kaufdrucks stützt – kaum vollständig aus dem gemeinsamen Bewertungsrahmen für globale Risikowerte ausbrechen. Das erklärt auch, warum ETF-Mittel in der ersten Hälfte der Woche zwar noch zuflossen, der Bitcoin-Preis jedoch nicht effektiv in höheren Kursbereichen stabil bleiben konnte. Vom aktuellen Wochenbild aus betrachtet: 70.000 USD sind zum kurzfristigen Schwellenwert für Bullen und Bären geworden Aus technischer und stimmungsbezogener Sicht wurde die Bedeutung von 70.000 USD erneut verstärkt. Das ist nicht nur eine psychologische ganzzahlige Marke, sondern auch ein Indikator dafür, ob die Erholung dieser Runde fortgesetzt werden kann. Laut Binanace-Daten ist Bitcoin in den letzten 30 Tagen noch um etwa 4,63 % gestiegen, in den letzten 60 Tagen aber um 23,64 % gefallen. Über die letzten 90 Tage beträgt der Rückgang sogar 19,75 %, was zeigt, dass sich die mittelfristige Struktur noch nicht vollständig repariert hat. Anders gesagt: Der Rückgang des Preises in dieser Woche ist kein isoliertes Phänomen, sondern ähnelt eher einer Erholung innerhalb einer mittel- bis längerfristigen Schwächephase, die dann jedoch ausgebremst wurde.

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