HEK und die Tezos Foundation geben ihrer Partnerschaft 2026 nun eine konkrete Form, beginnend mit der Ernennung von Auronda Scalera und Alfredo Cramerotti als kuratorisches Team für ihre erste virtuelle Ausstellung. Eine digitale Kunstausstellung, die um das herum aufgebaut ist, was das Internet verbirgt Die Ausstellung mit dem Titel 404_LAND ist für den 12. Juni auf der virtuellen Plattform von HEK geplant und läuft bis Mitte August. Scalera und Cramerotti nähern sich dem Projekt über ein ziemlich pointiertes Konzept. Anstatt die Fehlermeldung des Internets als Störung oder Sackgasse zu betrachten, verwenden sie sie als Linse, um die übersehenen Zonen des Online-Raums zu erforschen — die verborgenen Schichten, nicht erreichbaren Adressen und Lücken in Systemen, die von Algorithmen, IP-Netzwerken und Firewalls geprägt sind. Das gibt der Ausstellung einen interessanteren Ausgangspunkt als die üblichen Formulierungen rund um digitale Immersion oder virtuelle Erlebnisse. Die Rahmung geht weniger darum, Technologie zu feiern, sondern vielmehr darum, die Strukturen zu untersuchen, die darüber entscheiden, was gesehen wird, was blockiert wird und was im Hintergrund verschwindet. Die beiden Kuratoren sind bereits dafür bekannt, in sowohl institutionellen Kunstkontexten als auch in digital nativen Umgebungen zu arbeiten. Zu ihrer bisherigen Arbeit gehören Projekte wie Art Dubai Digital sowie beratende Rollen, die mit großen kulturellen Institutionen verknüpft sind. Dieser Hintergrund macht sie zu einer stimmigen Wahl für eine Partnerschaft, die irgendwo zwischen zeitgenössischer Kunst, Design virtueller Ausstellungen und einer auf Blockchain basierenden Distribution angesiedelt ist. Virtueller Zugang, Museumspräsenz und Tezos-basierte NFTs Die Ausstellung ist online über den virtuellen Raum von HEK verfügbar, wird aber nicht nur im Web zu sehen sein. HEK sagte, dass Besucher sie auch über einen eigens eingerichteten Kiosk im Museumsvorraum erreichen können — als Brücke zwischen der physischen Institution und der virtuellen Ausstellungssituation. Ein weiterer Teil des Rollouts ist die Veröffentlichung begleitender NFTs auf objkt.com, aufgebaut auf Tezos, zusammen mit einer virtuellen Eröffnungstour, die von den Kuratoren geleitet wird. Die vollständige kuratorische Erklärung und die Liste der teilnehmenden Künstler werden im Mai erwartet. Für Tezos setzt das Projekt ein breiteres Muster fort. Die Blockchain hat ihre Präsenz in Kreisen der digitalen Kunst kontinuierlich vertieft, insbesondere bei Künstlern und Institutionen, die nach einer Onchain-Schicht suchen, die sich kulturellem Programm einfacher einfügt als die lauteren Bereiche von Crypto. Für HEK wirkt die Zusammenarbeit wie ein Weg, seine Rolle als Museum weiter auszubauen — indem es virtuellen Raum nicht als bloßen Zusatz behandelt, sondern als ein legitimes Ausstellungsformat für sich.