Mohammad Bagher Ghalibaf, der Vorsitzende des iranischen Parlaments, hat kurz vor starken Marktbewegungen bei den Futures-Kontrakten eine bemerkenswerte Marktkommentierung auf der X-Plattform veröffentlicht. Vor dem Hintergrund der sich in sozialen Netzwerken ausbreitenden „Propagandakriege“ ruft diese Aussage zudem erneut Vorwürfe in Erinnerung, es gehe um Insiderhandel im Zusammenhang mit den Kriegstipp-Kontingenten auf Polymarket.
Er schrieb: „News“ „vor Handelsbeginn“ sind oft nur ein Vorwand, um Gewinne mitzunehmen. Wenn der Markt „aufgepumpt“ wird, gehe leerverkaufend vor; wenn er „plattgedrückt“ wird, kaufe.
Die anschließenden Marktbewegungen verliefen danach nahezu exakt nach diesem Drehbuch.
Der Newsletter The Kobeissi Letter verzeichnet die Zeitreihe der Bewegungen: Die S&P-500-Futures fielen bei der Eröffnung am Sonntagabend stark, erholten sich gegen Ende der Sitzung und legten weiter zu, nachdem Donald Trump auf Truth Social gepostet hatte, er habe bei den Friedensverhandlungen mit Iran „bedeutende Fortschritte“ erzielt.
Auch Medien wie MarketWatch und Barron’s bestätigten diese Entwicklung und zeigen damit, dass die Äußerungen von Trump in den sozialen Medien die kurzfristige Bewertung von Aktien, Öl und dem Krypto-Markt fortlaufend direkt beeinflussen.
Laut Bloomberg und The Wall Street Journal wurden Milliarden USD an Öl-Futures und Index-Kontrakten direkt vor und nach Trumps posts zu Iran gehandelt, was die Aufmerksamkeit in großen Handelstischen auf sich zog.
Derzeit wirkt der Markt gleichzeitig durch:
In der ersten Sitzung der Woche stiegen die S&P-500-Futures weiter, als Trump mitteilte, die USA führten „ernsthafte“ Verhandlungen mit einer „neuen, vernünftigeren“ Regierung im Iran.
Parallel dazu besteht jedoch weiterhin das Risiko der Eskalation, denn er hatte bereits gewarnt, er werde die Energie- und Wasserinfrastruktur des Iran „vollständig auslöschen“, falls die Verhandlungen scheitern.
Die Kombination aus abmilderndem Signal und Eskalationsrisiko ließ die Ölpreise stark schwanken. WTI stieg über 100 USD pro Barrel, Brent über 108 USD und zeitweise über 116 USD, als sich der Konflikt verstärkte.
In diesem Umfeld zeigt Bitcoin einen klaren strukturellen Vorteil gegenüber den traditionellen Risiko-Assets in den USA: Handel rund um die Uhr, 24/7.
Im Gegensatz zum Aktienmarkt an der Wall Street:
Das führt dazu, dass Bitcoin zwei Rollen übernimmt:
In der jüngsten Ereigniskette Iran–Trump:
Währenddessen war der S&P 500 in der Sitzung deutlich sprunghafter und schärfer in der Bewegung.
Bitcoin reagiert daher:
Zuvor, als der Konflikt am Ende der Woche begann, war Bitcoin bereits um 8,5% gefallen, während die traditionellen Märkte noch nicht aktiv waren. Danach:
Auf Ebene des „Marktmodus“ haben Bitcoin und S&P 500 eine ähnliche Tendenz:
Doch der Weg ist unterschiedlich:
Das zeigt, dass Bitcoin als „Frühindikator“ für die Volatilität des traditionellen Marktes dient.
Die Aussichten für diese Woche drehen sich um einen Haupthebel: den Ölpreis.
Laut The Wall Street Journal ist WTI-Öl seit den US- und israelischen Luftangriffen auf den Iran Ende Februar um etwa 50% gestiegen. OECD prognostiziert derweil, dass die US-Inflation im Jahr 2026 4,2% erreichen könnte, deutlich höher als zuvor erwartet, bedingt durch den Energieschock.
Wichtige Daten, die als Nächstes anstehen:
All diese Zahlen werden nun durch „das Öl-Glas“ betrachtet, was den Druck auf alle Risiko-Assets erhöht, einschließlich Bitcoin.
Derzeit übernimmt Bitcoin zwei wichtige Rollen:
Das macht Bitcoin zu einem besonders nützlichen Werkzeug:
Das jüngste Muster zeigt einen 3-Schritte-Zyklus:
Wenn sich dieser Zyklus wiederholt, dann ist die Volatilität von Bitcoin am Wochenende und in der Nacht das früheste Signal dafür, ob sich der Markt auf eine vorübergehende Erholung vorbereitet oder in eine von Energieschocks dominierte Woche übergeht.