Fed-Vorsitzender Anhörung am 13.04. beginnt, Waller fordert „Währungsreform“ und wird massiv als Trump-Gummipuppe kritisiert.

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Der Ausschuss für Bankenfragen des US-Senats wird voraussichtlich spätestens in der Woche vom 13. April eine Anhörung zur Nominierung von Kevin Warsh zum Fed-Vorsitzenden abhalten, doch der Fortschritt der Aktenlage und der Widerstand innerhalb der Partei bleiben Variablen.
(Vorgeschichte: Die „Fed-Sprechrohr“-Warnung: Warsh übernimmt die Fed in einer Krisenlage, Powell bleibt daraufhin nicht einfach, und der Iran-Krieg lässt den FOMC eine Zinssenkung ablehnen)
(Ergänzender Hintergrund: Trump besteht auf einer Untersuchung von Powell, und innerhalb der Republikaner kommt es zum internen Gegenwind: Wenn man den Antrag nicht zurückzieht, wird der neue Fed-Vorsitzende Hurdsch als Nominierter gekappt)

Inhaltsverzeichnis

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  • Lautes Rufen nach „Umgestaltung der Politik“: Warshs Zinsansichten
  • Zwei politische Mauern: Tillis’ Blockade und Warrens Artilleriefeuer
  • Der 15. Mai ist eine implizite Frist

Der Anhörungsplan zeichnet sich nun endlich ab. Laut Punchbowl News, unter Berufung auf die Angaben zweier informierter Personen, plant der Senatsausschuss für Bankenfragen, zumindest spätestens in der Woche vom 13. April Anhörungen zur Nominierung von Kevin Warsh zum Fed-Vorsitzenden abzuhalten; die Gesprächspartner betonen jedoch ausdrücklich, dass das Datum noch „variabel“ ist, und dass der endgültige Zeitpunkt davon abhängt, ob Warsh alle erforderlichen Unterlagen vollständig bei dem Ausschuss eingereicht hat.

Lautes Rufen nach „Umgestaltung der Politik“: Warshs Zinsansichten

Der dieses Jahr 55-jährige Warsh ist kein neues Gesicht bei der Fed. Von 2006 bis 2011 wurde er von dem früheren Präsidenten George W. Bush nominiert und war als Mitglied des Federal Reserve Boards tätig; diesmal hat Trump ihn am 4. März dieses Jahres offiziell für den Senat nominiert, sodass er direkt um den Stuhl des Fed-Vorsitzes herausfordern kann.

In puncto Position bezieht Warsh eine klare Haltung. Er fordert eine grundlegende „Umgestaltung“ (regime change) bei den Entscheidungen der Fed zu den Zinsen und beim Management der Bilanz. Letztes Jahr im Juli, in einem Interview mit CNBCs „Squawk Box“, sprach er die Probleme der Fed, die Zinssenkung zu lange hinauszuzögern, direkt an: „Ihre Zurückhaltung bei Zinssenkungen ist im Grunde ziemlich eindeutig ein Fehltritt. Der Schatten eines Inflationsfehlers lässt sie bis heute noch gefesselt sein – genau deshalb steht der Präsident öffentlich unter Druck bei der Fed; wir brauchen eine Umgestaltung der Art und Weise, wie Politik umgesetzt wird.“

Diese Äußerungen passen in hohem Maße zu Trumps anhaltenden politischen Manövern, mit denen er die Fed unter Druck setzt, und festigen zugleich weiter Warshs Stellung als Nachfolger des amtierenden Vorsitzenden Powell (Jerome Powell). Powells Amtszeit läuft am 15. Mai aus, doch er hatte zuvor bereits erklärt: Bis der Nachfolger offiziell bestätigt ist, wird er weiterhin als Vorsitzender im Amt bleiben.

Zwei politische Mauern: Tillis’ Blockade und Warrens Artilleriefeuer

Obwohl der Anhörungszeitplan Form annimmt, ist der Weg zur Bestätigung für Warsh weiterhin voller Hindernisse.

Der republikanische Senator Thom Tillis hat öffentlich verkündet, dass er vor Abschluss der Untersuchungen des Justizministeriums zur Sache Powell keine Stimmen für irgendeinen Fed-Nominierten abgeben werde und Warshs Nominierungsprozess aktiv blockieren werde. Die Untersuchung des Justizministeriums hat ihren Ursprung in diesem Januar; untersucht wird die Frage der Ausgaben im Zusammenhang mit den Umbauarbeiten in dem Fed-Büro während Powells Amtszeit.

Auf der demokratischen Seite schießt Senatorin Elizabeth Warren jedoch aus einer anderen Richtung. Sie hat Warsh angeschrieben und ihm vorgeworfen, aus der Finanzkrise 2008 „nichts gelernt“ zu haben, und ihn scharf dafür kritisiert, dass er zu einer „Kaugummimarke“ für Trumps Prioritätenagenda gegenüber Wall Street werde. Warren hat außerdem Warshs mehrjährige Berufserfahrung vor seiner Tätigkeit in der Bush-Regierung hervorgeholt: sieben Jahre im Bereich Mergers & Acquisitions bei Morgan Stanley, was darauf hindeutet, dass seine Position sich zugunsten der Finanzbranche neigt.

Bis Mitte März berichtete Semafor, der Senat warte noch darauf, dass Warsh die vollständigen Unterlagen einreicht; CNBC wiederum berichtete, dass er weiterhin mehrere Besuche bei den einzelnen Senatoren absolviere, aber Tillis’ Blockadehaltung zeige noch keine Anzeichen, sich zu lockern.

Der 15. Mai ist eine implizite Frist

Der Countdown für Powells Amtszeit erzeugt zusätzlichen Zeitdruck für den gesamten Bestätigungsprozess. Wenn Warsh nach der Anhörung nicht genügend Stimmen für die Bestätigung erhält, würde die Fed in eine unangenehme Übergangsphase eintreten, in der Powell-Vertreter die Amtsgeschäfte führt; wenn Tillis’ Blockadestrategie aufgehen sollte, könnte es sogar bis in den Sommer hinein dauern.

Für den Kryptomarkt ist auch Warshs politische Ausrichtung ein Punkt, der Aufmerksamkeit verdient – seine Zinssenkungs-Neigung birgt kurzfristig eher das Risiko eines positiven Effekts für risikoreiche Vermögenswerte, doch seine Forderung nach einer Umgestaltung der Unabhängigkeit der Fed könnte mittelfristig bis langfristig größere Unsicherheiten mit sich bringen.

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