Die Schlüsselholder von Bitcoin (BTC) erhöhen heimlich ihre Positionen, trotz des Marktumfelds, das starken Schwankungen und vielen makroökonomischen Unsicherheiten ausgesetzt ist.
Laut Daten von Santiment hat die Gruppe von Wallets, die zwischen 10 BTC und 10.000 BTC halten – oft als „Wale“ und „Haie“ bezeichnet – in den letzten Monat insgesamt 61.568 BTC akkumuliert.
Dieser Anstieg entspricht 0,45 % des gesamten Bestands und spiegelt das anhaltende Vertrauen großer Holder wider, selbst wenn die Preisbewegungen weiterhin volatil sind. Besonders bemerkenswert ist, dass die Akkumulation in einem Umfeld stattfindet, das von geopolitischen Unsicherheiten betroffen ist.
Die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten haben einst als Katalysator für Bitcoin fungiert. Doch da der Konflikt keine Anzeichen einer Beruhigung zeigt, ist die Risikoscheu zurückgekehrt und bremst die Aufwärtsdynamik von BTC in den letzten Sitzungen.
Dennoch stellt Santiment fest, dass die fortgesetzte Akkumulation durch große Holder ein „positives Signal“ ist, das die Möglichkeit eines Ausbruchs aus der seitlichen Bewegung in naher Zukunft eröffnet.
Diese Ansicht wird durch On-Chain-Daten von CryptoQuant untermauert. Die Menge an Bitcoin, die an zentralen Börsen gehalten wird, ist auf etwa 2,7 Millionen BTC gesunken – der niedrigste Stand seit 2019.
Die Bitcoin-Reserven an Börsen sinken | Quelle: CryptoQuantDiese Entwicklung impliziert oft steigende Preise, da der Verkaufsdruck nachlässt und das Geld tendenziell in langfristige Lagerung über Cold Wallets verschoben wird.
Allerdings ist das Bild nicht ganz positiv. Santiment berichtet, dass neben makroökonomischen und geopolitischen Faktoren die anhaltende Euphorie der Kleinanleger die Preisaussichten weiterhin schwächt.
Die Akkumulation von Bitcoin-Walen und Kleinanlegern | Quelle: X/SantimentKonkret haben Wallets, die weniger als 0,01 BTC halten, im gleichen Zeitraum ihren Bestand um 0,42 % erhöht – fast vergleichbar mit der Akkumulationsrate der Wale. Dies wird als ein bemerkenswertes Hindernis angesehen.
Laut Santiment ist das ideale Szenario zur Bestätigung eines Aufwärtstrends, dass große Wallets weiterhin aufstocken, während Kleinanleger verkaufen – ein Muster, das sich historisch vielfach als zuverlässig erwiesen hat.
Im aktuellen Kontext zeigt die Tatsache, dass beide Gruppen gleichzeitig kaufen, dass der Markt noch nicht die notwendige „Reset“-Phase der Psychologie durchlaufen hat. Wenn der Geldfluss der Kleinanleger zu schwinden beginnt, während die Wale weiterhin akkumulieren, werden die Bedingungen für einen starken Ausbruch allmählich gefestigt.