Die US Commodity Futures Trading Commission (CFTC) möchte klare Regeln für die US-Derivatemärkte für Entwickler neuer Technologien schaffen und hat dazu eine neue Task Force vorgestellt.
Die neu gegründete CFTC Innovation Task Force wird gemeinsam mit der Kommission an der Entwicklung dieser Rahmenwerke arbeiten, speziell für Entwickler in den Bereichen Krypto und Blockchain, künstliche Intelligenz und autonome Systeme sowie Prognosemärkte.
„Durch die Schaffung eines klaren regulatorischen Rahmens für Innovatoren, die an der neuen Finanzfront bauen, können wir verantwortungsvolle Innovationen im Inland fördern und sicherstellen, dass amerikanische Marktteilnehmer nicht auf der Strecke bleiben“, sagte CFTC-Vorsitzender Michael Selig in einer Erklärung.
Die Task Force wird von Seligs Senior Advisor, Michael J. Passalacqua, geleitet und soll mit Organisationen wie der SEC und der SEC Crypto Task Force bei Innovationsinitiativen zusammenarbeiten.
Unter meiner Leitung bei der @CFTC verpflichten wir uns, die Regulierung für die neue Finanzfront zukunftssicher zu machen. Heute freue ich mich, den Start unserer Innovation Task Force bekannt zu geben, die auf unserer Arbeit im Innovation Advisory Committee aufbauen und klare Regeln festlegen wird…
— Mike Selig (@ChairmanSelig) 24. März 2026
„Unter Vorsitz von Selig wird die Innovation Task Force (ITF) den Entwicklern durch die Förderung der Innovationsagenda der CFTC in den Bereichen Krypto, KI und Prognosemärkte Klarheit verschaffen“, schrieb Passalacqua auf X.
Die Behörde war im März besonders aktiv, vor allem im Hinblick auf ihre Beziehung zu Prognosemärkten und deren rasantes Wachstum. Unter Seligs Leitung veröffentlichte sie kürzlich ein Schreiben, das registrierten Börsen Leitlinien für die Einhaltung von Vorschriften und Produktanforderungen für Event-Kontrakte gab, die auf Prognoseplattformen wie Kalshi und Polymarket verwendet werden.
Die CFTC lädt auch öffentlich zu Stellungnahmen ein, ob sie ihre Regeln für die Überwachung von Prognosemärkten ändern oder neue Regeln erlassen muss.
Diese Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund zunehmender Überwachung, insbesondere durch demokratische Gesetzgeber, sowie Bedenken hinsichtlich Insiderhandels und Event-Kontrakten zu Themen wie Terrorismus und Krieg.
In diesem Zusammenhang haben sowohl Kalshi als auch Polymarket am Montag öffentlich Maßnahmen ergriffen, um Insiderhandel auf ihren Plattformen zu bekämpfen. Bei Kalshi bedeutet das, präventive Prüfungen für Politiker und Personen im Sportbereich einzuführen und sicherzustellen, dass sie nicht in Märkte handeln können, die sie betreffen.
Ähnlich hat Polymarket seine Regeln zum Insiderhandel klargestellt, während es seine Marktintegritätsbedingungen verbessert hat.
Die Behörde bleibt fest davon überzeugt, dass sie die Aufsicht über Prognosemärkte hat, und Vorsitzender Selig sagte kürzlich zu jenen, die die Zuständigkeit der CFTC, einschließlich der Bundesstaaten, infrage stellen, dass seine Behörde „vor Gericht ziehen wird“.
Diese Bemerkung kam, nachdem Bundesstaaten begonnen hatten, Prognosemärkte wegen ihrer Angebote anzufechten, etwa in Arizona, wo der Staat Kalshi wegen angeblich illegaler Glücksspielaktivitäten verklagt hat. Auch Nevada verhängte letzte Woche eine vorübergehende Sperre gegen Kalshi, die das Startup daran hindert, in mindestens 14 Tagen Sport-, Politik- und Unterhaltungsevent-Kontrakte im Bundesstaat anzubieten.
Anfang dieses Monats unterzeichnete die CFTC ein Memorandum of Understanding (MOU) mit der Major League Baseball, das die Zusammenarbeit beider Parteien vorsieht, um Märkte mit „Integritätsrisiko“ einzuschränken.
Neben Prognosemärkten traf die CFTC letzte Woche eine wichtige Entscheidung, die der selbstverwalteten Wallet Phantom ermöglicht, seinen Nutzern Zugang zu Derivatemärkten zu bieten, ohne sich als Broker registrieren zu müssen.