Delaware strebt mit neuem Lizenzsystem nach Stablecoin-Führerschaft

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Delaware-Gesetzgeber haben am Montagnachmittag den Senatsentwurf 19 eingebracht, der eines der ersten bundesstaatlichen Regulierungsregime für Zahlungsstabilecoins im Einklang mit Bundesrecht schaffen soll.

SB19 fordert 1:1-Reserven und monatliche Prüfungen für Stablecoin-Unternehmen

Der vorgeschlagene Delaware Payment Stablecoin Act oder Delaware Banking Modernization Act legt eine Lizenz- und Aufsichtsstruktur für Stablecoin-Emittenten und Anbieter digitaler Vermögenswerte fest, die mit Einwohnern des Bundesstaates arbeiten. Das Vorhaben ist Teil einer umfassenderen Modernisierungsoffensive, die zusätzliche Reformen im Bank- und Geldtransmissionsbereich umfasst, um alte Finanzgesetze an die Aktivitäten digitaler Vermögenswerte anzupassen.

Lokale Berichte erwähnen, dass Sen. Spiros Mantzavinos, Vorsitzender des Ausschusses für Banken, Wirtschaft, Versicherungen und Technologie im Senat, den Gesetzentwurf zusammen mit Rep. Bill Bush eingebracht hat. Staatsbeamte und lokale Institutionen, darunter das Gouverneursamt und die University of Delaware, haben Unterstützung signalisiert und die Maßnahme als sowohl unternehmerfreundlich als auch verbraucherorientiert dargestellt.

Das Gesetz ähnelt stark dem federalen Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins Act, auch GENIUS Act genannt, das 2025 verabschiedet wurde. Dieses Bundesgesetz schuf ein geteiltes System, bei dem große Emittenten unter nationaler Aufsicht stehen, während kleinere Emittenten unter staatlichen Rahmenbedingungen operieren können, die als „wesentlich ähnlich“ gelten. Delaware positioniert sich früh, um diesen Standard zu erfüllen.

Wenn es verabschiedet wird, würde SB19 drei Lizenzkategorien schaffen: Zahlungstabilecoin-Emittent, Anbieter digitaler Vermögenswerte und eine kombinierte Lizenz. Die Aufsicht würde beim Delaware State Bank Commissioner liegen, der auch für die Ausgabe detaillierter Vorschriften und die Durchführung von Prüfungen verantwortlich wäre.

Im Kern des Vorschlags steht eine strenge Reserveanforderung. Emittenten müssten alle Stablecoins 1:1 mit hochwertigen liquiden Vermögenswerten wie US-Dollar, Bargeldäquivalenten oder kurzfristigen Staatsanleihen absichern. Das Gesetz sieht verpflichtende Maßnahmen vor, falls die Reserven nicht ausreichen, und fordert die Trennung sowie Verwahrung dieser Vermögenswerte.

Transparenzregeln sind ebenso streng. Unternehmen müssen monatliche Offenlegungen zu Reserven und ausstehender Ausgabe veröffentlichen, mit unabhängigen Bestätigungen durch registrierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Diese Offenlegungen sollen den Nutzern eine klare Sicht darauf geben, ob eine Token tatsächlich wie beworben gedeckt ist.

Das Gesetz legt außerdem großen Wert auf die Einhaltung der Anti-Geldwäsche-Vorschriften. Emittenten müssten die Standards des Bankgeheimnisgesetzes einhalten, einschließlich Know-Your-Customer-Verfahren und Transaktionsüberwachung. Kurz gesagt, Stablecoin-Unternehmen sollen mit Schutzmaßnahmen operieren, die mit traditionellen Finanzinstituten vergleichbar sind.

Eine bemerkenswerte Bestimmung setzt klare Grenzen bei der Verzinsung. SB19 verbietet ausdrücklich, dass Emittenten Zinsen oder Belohnungen nur für das Halten eines Stablecoins anbieten, um Versuche zu unterbinden, die Grenze zwischen Zahlungsinstrumenten und depositenähnlichen Produkten zu verwischen.

Kapitalanforderungen sind ebenfalls festgelegt, beginnend bei mindestens 5 Millionen US-Dollar und abhängig vom operativen Risiko skalierend. Emittenten müssen außerdem genügend Kapital vorhalten, um mindestens ein Jahr an geplanten Ausgaben zu decken, um den Regulierungsbehörden einen Puffer bei verschärften Bedingungen zu bieten.

Rückgaberechte sind ein weiterer Schwerpunkt. Das Gesetz verlangt, dass Emittenten Rücknahmen innerhalb von zwei Werktagen unter normalen Bedingungen erfüllen, mit begrenzten Verlängerungen bei großen Abhebungsanfragen. Gebührenänderungen müssten im Voraus angekündigt werden, um plötzliche Änderungen zu verhindern, die Nutzer festsetzen könnten.

Derzeit wurde SB19 an den Ausschuss verwiesen, eine Abstimmung hat noch nicht stattgefunden. Der vollständige Gesetzestext wird voraussichtlich bald veröffentlicht, was zusätzliche technische Details und Durchsetzungsmechanismen klären könnte.

Für Delaware ist das Vorgehen vertraut: frühzeitig handeln, Regeln setzen und Geschäfte anziehen. Die Gesetzgeber setzen darauf, dass ein klarer, bundesweit abgestimmter Rahmen Stablecoin-Emittenten ebenso anziehen kann wie frühere Politiken Kreditkartenriesen vor Jahrzehnten – diesmal mit digitalen Dollar statt Plastik.

FAQ 🔎

  • Was ist Delaware Senate Bill 19? Es ist ein vorgeschlagenes Gesetz, das einen staatlichen Lizenz- und Regulierungsrahmen für Stablecoin-Emittenten und digitale Vermögenswerte schafft.
  • Wie steht SB19 im Zusammenhang mit Bundesrecht? Es stimmt mit dem GENIUS Act von 2025 überein, das kleineren Emittenten erlaubt, unter zertifizierten staatlichen Systemen zu operieren.
  • Was sind die wichtigsten Anforderungen für Emittenten? Sie müssen 1:1-Reserven vorhalten, monatliche Offenlegungen veröffentlichen, AML-Regeln einhalten und Kapitalstandards erfüllen.
  • Wann könnte SB19 in Kraft treten? Das Gesetz befindet sich noch im Ausschuss, die Umsetzung würde nach legislative Zustimmung und regulatorischer Einführung erfolgen.
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