NVIDIA (輝達) und Emerald AI kündigen gemeinsam die Entwicklung einer anpassbaren KI-Fabrik an. Dieser Schritt zielt darauf ab, durch innovative Hardware-Software-Integration große Rechenzentren in flexible Stromnetze umzuwandeln, die Netzanschlussgeschwindigkeit zu erhöhen und die Zuverlässigkeit der Stromversorgung zu verbessern.
DSX-Architektur optimiert Energieeffizienz
Die nächste Generation der KI-Fabrik wird das NVIDIA Vera Rubin DSX AI Factory Referenzdesign integrieren, das speziell für die Anbindung an das Stromnetz entwickelt wurde, inklusive der DSX Flex Softwarebibliothek. Um die langen Netzanschlusszeiten traditioneller Anlagen zu überwinden, ermöglicht diese Architektur den Einsatz von Hybrid-Übergangsstromquellen wie Generatoren und Energiespeichern in der Anfangsphase der Implementierung. Später können diese Energiequellen flexibel ins Netz eingespeist werden, um das Gesamtsystem zu unterstützen. Dieses Modell beschleunigt nicht nur die Inbetriebnahme der KI-Rechenkapazitäten, sondern schafft auch Mehrwert für Kunden und lokale Gemeinschaften.
Zudem unterstützt die DSX-Architektur flexible Konfigurationen ohne zusätzliche Energieanlagen, was eine effizientere Vernetzung des Stromnetzes ermöglicht. NVIDIA-CEO Jensen Huang betonte, dass KI-Fabriken als treibende Kraft für den Fortschritt der Zeit betrachtet werden sollten, bei denen Energie, Rechenleistung, Netzwerke und Kühlsysteme integrativ gestaltet werden müssen.
Emerald AI Conductor Plattform bietet flexible Stromsteuerung
Im Rahmen der Architektur spielt die von Emerald AI entwickelte Conductor Plattform eine zentrale Koordinationsrolle. Sie integriert Rechenflexibilität mit On-Site-Generatoren, Batterien und anderen Behind-the-meter-Ressourcen, um präzise auf Netzsteuerungsanforderungen zu reagieren und gleichzeitig die Servicequalität (QoS) für KI-Mieter sicherzustellen.
Emerald AI CEO Varun Sivaram erklärte, dass KI-Fabriken nicht isoliert als Stromlast betrachtet werden sollten. Mit dem DSX Flex System können Rechenzentren hochwertige Datenmodelle und Token generieren und gleichzeitig bei Netzbelastungsspitzen Entlastung bieten. Dieses flexible Steuerungsmodell reduziert die Notwendigkeit groß angelegter Netzverstärkungen bei Spitzenlasten und verringert die Infrastrukturkosten insgesamt.
Aufbau einer verbesserten KI-basierten Stromversorgung
Heutige Stromsysteme sind auf Spitzenlasten ausgelegt, werden aber meist außerhalb dieser Zeiten kaum genutzt. Flexible KI-Fabriken können durch optimiertes Design bestehende Anlagen effizienter nutzen und bei Bedarf neue Kraftwerke errichten, wodurch in den USA bis zu 100 Gigawatt Kapazität freigesetzt werden. Während Zeiten geringer Netzbelastung können diese Anlagen flexibel angepasst werden, um große Netzverstärkungen zu vermeiden und die Zuverlässigkeit zu sichern.
Viele Gigawatt-Projekte setzen auf integrierte Erzeugung und Speicherung, da traditionelle Netzbauzyklen mit den Investitionen in KI nicht Schritt halten können. Das dauerhafte Trennen von Erzeugung und Speicherung vom Netz kann jedoch die Kapazitätsauslastung verringern, langfristige Kosten erhöhen und die Unterstützung der Energieversorgung für die Netzzuverlässigkeit behindern.
Angesichts langer Genehmigungsverfahren für Netzanschlüsse schlagen die Partner vor, Erzeugungs- und Speicheranlagen gemeinsam mit KI-Fabriken zu errichten. In der Anfangsphase dienen diese Anlagen als Übergangsstromquellen, um die Fabrik schneller in Betrieb zu nehmen. Nach der Netzanschlussphase werden sie zu flexiblen Assets, die ins Netz einspeisen können. Dieses hybride Modell löst das Problem langsamer Anschlussprozesse und erschließt ungenutzte Kapazitäten.
Vistara CEO Jim Burke betonte, dass das US-Stromnetz für Spitzenlasten ausgelegt ist, die nur einen kleinen Teil des Jahres ausmachen. KI-Fabriken, die flexibel auf die Netzsituation reagieren, bieten eine schnellere Lösung, insbesondere wenn sie mit Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ausgestattet sind, um bestehende Infrastruktur besser zu nutzen. Dies beschleunigt die Umsetzung, während langfristige Infrastrukturprojekte weiterhin verfolgt werden.
In den letzten zwölf Monaten haben Emerald AI und NVIDIA an fünf globalen Rechenzentren Flexibilitätstests durchgeführt. Bis Ende 2026 soll die erste kommerzielle Implementierung des DSX Flex im NVIDIA KI-Forschungszentrum in Virginia erfolgen, das auch eines der ersten Standorte mit Vera Rubin Infrastruktur sein wird. Beide Seiten planen, dieses Referenzdesign weiter zu verbreiten, um den Ausbau KI-basierter Infrastruktur zu beschleunigen, neue Technologien für Erzeugungsanlagen zu entwickeln und regionale Wirtschaftskraft sowie technologische Führungspositionen im Energiesektor zu stärken.
Diese Nachricht über die gemeinsame Entwicklung einer anpassbaren KI-Fabrik mit Stromversorgung erschien zuerst bei ABMedia.