Wie man von Kriegen im Iran profitiert? Analysten erklären Investoren in vier Schritten, wie man einen langfristigen Investmentrahmen aufbaut

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Mit der schweren Zerstörung der Gasanlagen in Katar und der Kontrolle des Hormuzstrahls durch den Iran ist ein globaler Energieschock wahrscheinlich, der die Lieferketten innerhalb von sechs Wochen durchdringen wird. Die Federal Reserve kann dieses Kriegsgeschehen nicht mit Geldpolitik lösen.

Der langjährige Investor, der in Energieanlagen im Nahen Osten tätig war und sogar beim Bau von Gasanlagen mitgewirkt hat, Radigan Carter, präsentiert heute einen vollständigen vierstufigen Marktwirkungsrahmen und warnt, dass diese Inflation im Wesentlichen ein Angebotsschock ist: „Die Fed hat kein Werkzeug, um eine zerstörte Erdgasquelle zu reparieren.“

Phase 1 (derzeit): Der Markt leugnet die Realität

Carter weist zunächst darauf hin, dass die Marktvolatilität seit Ausbruch des Konflikts fast ausschließlich den politischen Äußerungen Trumps folgt. Investoren setzen auf ein schnelles Ende des Krieges. Fed-Chef Jerome Powell betont öffentlich, dass die aktuelle Lage „keine stagflationäre Situation“ darstelle, doch Israels Bombardierung des iranischen South Pars-Gasfelds hat den Energiemarkt grundlegend erschüttert.

Irans Vergeltungsschläge trafen die Ras Laffan-Gasanlage in Katar, die größte LNG-Exportanlage der Welt. Katar kündigte daraufhin die Anwendung höherer Gewalt bei Gasexporten an und stoppte alle Flüssiggas-Produktionen. Doch die Folgen des Anlagenstillstands sind noch vielschichtiger.

Katarisches Offshore-Gas ist „saurer Gas“, das bei der Raffination gleichzeitig flüssigen Schwefel produziert, der für Düngemittel, Chemikalien und Kupferextraktionsmittel verwendet wird. Das bedeutet, dass der Stillstand der Anlagen auch die globale Schwefelversorgung unterbricht, was die Produktionskosten in der Landwirtschaft erhöht und indirekt die Lebensmittelpreise steigen lässt.

Phase 2: Die Inflation zeigt sich

Carter präsentiert eine entscheidende Zeitleiste: Nach sechs Wochen Krieg wird eine unaufhaltsame Inflationsschwelle erreicht. Vor diesem Punkt könnten, selbst bei einem Waffenstillstand, Energieverträge noch umgeschrieben werden, und die Preise könnten sinken. Doch nach diesem kritischen Zeitpunkt verbleibt der Inflationsdruck im System und wirkt sich aus.

Der Zeitplan ist wie folgt: In den ersten zwei Wochen steigen Raffineriepreise, die Einzelhandelspreise an Tankstellen steigen, und die internationalen Ölpreise sind bereits um etwa 40 % gegenüber dem Kriegsbeginn gestiegen. In den Wochen drei bis vier passen Schifffahrts- und Logistikunternehmen ihre Preise an die neuen Brennstoffkosten an, was erste Warnzeichen im PPI-Daten zeigt. In den Wochen fünf bis acht steigen die Transportkosten, was die Endverbraucherpreise für Lebensmittel, Baumaterialien und Fertigwaren beeinflusst. Schließlich führt der CPI zu Panikmache am Markt.

Die Fed verfügt über eine Reihe nutzloser Wirtschaftswissenschaftler und einen Computer, der Geld drucken kann, aber keine Petroleumingenieure oder Flüssiggasanlagen. Sie kann dieses Problem nicht mit Geldpolitik beheben.

(Wann erholt sich der Hormuzstrahl? Extrem-Szenarien deuten auf einen Ölpreis von 175 USD)

Phase 3: Sommer-Kaufgelegenheit – Wie wählt man die richtigen Anlagen?

Carter glaubt, dass die Quartalsberichte im Juli und August den Markt letztlich die „Kriegsschäden“ widerspiegeln werden. Kursverluste und Entlassungswellen bei Unternehmen werden dann zu klaren Kaufgelegenheiten.

Es ist wichtig zu beachten, dass die hohen Energiekosten den Trend beschleunigen, dass KI menschliche Arbeitskräfte ersetzt. Unternehmen, die Kosten senken wollen, setzen eher auf KI-Tools als auf Neueinstellungen. Das führt zu einem paradoxen Ergebnis: KI erhöht die Profitabilität einzelner Unternehmen, schwächt aber gleichzeitig die Konsumnachfrage in der Gesamtwirtschaft.

Dies schafft Chancen für Investoren: „In Phase 3 sollten Sie in Unternehmen investieren, die durch den Einsatz von KI die Rezession überstanden haben, anstatt nur in die Entwicklung der KI-Technologie selbst.“ Die Produktivitätssteigerung dieser Firmen wird sich ab 2027 in den Gewinnen widerspiegeln.

(KI erhöht die Produktivität der Mitarbeiter um das Zehnfache, aber das bedeutet nicht, dass das Unternehmen zehnmal wertvoller wird: Wo ist die Produktivitätssteigerung geblieben?)

Phase 4: Fed-Kompromiss – Wie nutzt man die „Energieunabhängigkeits“-Story?

Mit dem Ende des Szenarios wird der politische Druck der Zwischenwahlen im November die Fed zwingen, im September die Zinsen zu senken. Dann werden die in Phase 3 gekauften hochwertigen Vermögenswerte zu steigen beginnen. Zugleich hat dieser Krieg die strukturelle Fragilität der globalen Versorgungsketten offenbart, was eine parteiübergreifende „Energieunabhängigkeits“-Agenda vorantreiben wird. Ziel ist es, in den USA massiv in Erdgas, Kernenergie und erneuerbare Energien zu investieren.

Carter glaubt auch, dass Vermögenswerte im westlichen Hemisphäre, die nicht von den Energierouten im Nahen Osten abhängig sind, eine geopolitische Prämie erhalten werden. Kupferminen, inländische Energieinfrastruktur und traditionelle Industrien, die KI aktiv einsetzen, sind seine wichtigsten Fokusbereiche.

Sein Ziel ist nicht, Vorhersagen zu treffen, sondern einen Rahmen zu schaffen, der es ihm ermöglicht, die Entwicklungen anzupassen. Wenn ein echter Friedensvertrag zustande kommt, etwa durch die Wiederöffnung des Hormuzstrahls, wird er sofort umschalten.

Dieser Artikel: „Wie man vom Iran-Krieg profitiert? Analysten vierstufiger Ansatz für langfristige Investitionsstrategien“ erschien zuerst bei Chain News ABMedia.

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