
SkyBridge Investment-Partner Anthony Scaramucci sagte in einem Interview mit dem Podcast „Wolf of All Streets“, dass der Bitcoin-Halving-Zyklus alle vier Jahre weiterhin gültig ist. Der aktuelle Bärenmarkt sei nur eine normale Korrektur innerhalb dieses Zyklus. Er prognostiziert, dass der Bitcoin-Preis in den meisten Zeiten bis 2026 schwanken wird, bevor im vierten Quartal eine neue Bullenmarkt-Phase beginnt.
(Quelle: Trading View)
Scaramucci bietet eine einzigartige Perspektive auf den Bitcoin-Halving-Zyklus, die sich von technischer Analyse unterscheidet. Er erklärt, dass die Kontinuität dieses Zyklus durch die kollektive Überzeugung der Marktteilnehmer getrieben wird.
„Wir befinden uns in einem Vierjahreszyklus. Einige traditionelle Wal-Investoren und Veteranen glauben an den Vierjahreszyklus. Und was passiert, wenn du an etwas glaubst? Du schaffst eine selbsterfüllende Prophezeiung.“
Diese Logik deutet an, dass die Gültigkeit des Bitcoin-Halving-Zyklus nicht nur auf fundamentalen Faktoren wie der Angebotsreduktion (alle vier Jahre halbiert sich die Blockbelohnung, was die neue Bitcoin-Emission verringert) beruht, sondern auch auf kollektiven Handlungen großer Inhaber, die auf diese Überzeugung setzen. Wenn viele institutionelle Investoren und Langzeitbesitzer an den Zyklus glauben, verstärkt dies die Selbstverwirklichung des Zyklus.
Scaramucci gibt zu, dass der Markt zuvor allgemein erwartete, dass Bitcoin 2025 aufgrund der pro-Kryptowährungspolitik und verbesserten Regulierung durch Trump auf 150.000 USD steigen würde. Doch der Marktcrash im Oktober führte dazu, dass Bitcoin vom Höchststand von etwa 126.000 USD auf ein Tief von 60.000 USD fiel, was die Marktmeinung grundlegend erschütterte.
Derzeit liegt der Bitcoin-Preis bei etwa 67.724 USD. Letzte Woche fiel der Bitcoin-Preis unter 69.000 USD, während der S&P 500 Index erstmals seit 10 Monaten unter die 200-Tage-Durchschnittslinie fiel, bedingt durch anhaltende geopolitische Spannungen im Iran. Einige Analysten warnen, dass, wenn Bitcoin weiterhin eine hohe positive Korrelation zum S&P 500 aufweist, der Preis bis 2026 um weitere 50 % fallen könnte.
Dazu verweist Scaramucci auf die Anfang 2023 historische Entwicklung: Nach dem Zusammenbruch der FTX-Börse im November 2022 erreichte Bitcoin im pessimistischen Marktumfeld den Tiefpunkt und begann im Januar 2023 wieder zu steigen. „Gerade in Zeiten extremer Gleichgültigkeit und Desinteresse gegenüber Bitcoin beginnt der Bullenmarkt wieder“, sagt er, und bezeichnet den aktuellen Bärenmarkt als eine „normale“ Korrektur, ähnlich wie in früheren Zyklen.
Historische Regelmäßigkeit des Halving-Zyklus: Bitcoin folgt langfristig einem Vierjahreszyklus von „drei Jahren Aufschwung, ein Jahr Korrektur“. Nach dem Halving 2024 erreicht der zyklische Aufwärtstrend meist nach 12 bis 18 Monaten seinen Höhepunkt.
Langfristige Struktur der ETF-Mittel: Institutionelle Investoren fließen kontinuierlich in Bitcoin-ETFs, was die Volatilität einzelner Bewegungen reduziert, aber gleichzeitig eine höhere Kapitalbasis für jeden Zyklus schafft.
Gegentrend-Indikator für Marktstimmung: Die aktuelle pessimistische Stimmung ähnelt stark den Tiefpunkten des Bärenmarkts 2022–2023. Historisch sind solche Phasen die besten Einstiegszeitpunkte.
Allerdings ist diese Prognose nicht unumstritten. Branchenanalysten, Fondsmanager und Marktteilnehmer diskutieren weiterhin, ob der Vierjahreszyklus des Halvings durch die Institutionalisierung dauerhaft verändert wurde. Makrofaktoren wie der Krieg im Iran, US-Inflationsdruck und die geldpolitische Wende der Zentralbanken könnten die Erholung im Q4 verzögern oder abschwächen.
Das Bitcoin-Halving (Halbierung) tritt etwa alle vier Jahre auf, bei dem die Belohnung für Miner um 50 % reduziert wird. Dies verringert direkt die Geschwindigkeit der Bitcoin-Neuemission. Historisch gesehen folgt nach jedem Halving eine Phase raschen Preisanstiegs innerhalb von 12 bis 18 Monaten, was den sogenannten Vierjahres-Halving-Zyklus ausmacht.
Er verweist auf das frühe 2023: Nach dem FTX-Crash war die extrem pessimistische Stimmung typisch für den Beginn eines Bullenmarkts. Er sieht die aktuelle Marktschwäche und Verkäufe als normales Gewinnmitnahmen langjähriger Inhaber bei 100.000 USD, nicht als Anzeichen eines strukturellen Zusammenbruchs des Zyklus.
Scaramucci erkennt an, dass der große Zufluss institutioneller Investoren und ETFs die Zyklusvolatilität „abmildert“ und extreme Ausschläge reduziert. Dennoch glaubt er, dass die Zyklusstruktur nicht vollständig aufgehoben wurde, insbesondere weil alte Wal-Investoren, die an den Vierjahreszyklus glauben, durch ihr kollektives Handeln die Selbstverstärkung des Zyklus weiterhin fördern.