Samsung Gewerkschaft veröffentlicht am 18. März die Ergebnisse der Streikabstimmung: 66.019 Mitarbeiter stimmten ab, 93 % befürworteten den Streik. Geplant ist ein landesweiter 18-tägiger Streik vom 21. Mai bis zum 7. Juni, falls die Verhandlungen scheitern. Samsung kontrolliert 36,6 % des globalen DRAM-Marktes und verfügt in Südkorea über 100 % der DRAM-Produktionslinien. Dieses Ereignis löst direkt Sorgen über Speicherknappheit aus.
(Vorheriger Kontext: TSMC arbeitet mit Marvell an einem „2-Nanometer + Silizium-Photonik“-Projekt, das die globale ASIC-Chip-Marktanteile übernimmt)
(Hintergrund: Huawei plant Massenproduktion des KI-Chips Ascend 910C! Damit wird die Importbeschränkung des Nvidia H20 in China ausgeglichen)
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Die Samsung-Gewerkschaft hat die Streikabstimmung beendet, 66.019 Stimmen, 93 % dafür.
Dies ist ein Warnsignal an die globale Technologielieferkette: Die Gewerkschaft vertritt etwa 89.000 Mitarbeiter, mehr als 60 % der Belegschaft. Hauptforderung ist eine Reform des Leistungsbonus-Systems. Falls die Verhandlungen weiter scheitern, könnte das größte Speicherwerk Südkoreas ab dem 21. Mai in einen 18-tägigen Streik treten.
Diese 18 Tage könnten erhebliche Auswirkungen haben.
Die Speicherindustrie hat eine einzigartige geographische Struktur: Fast alle Kapazitäten sind auf drei Unternehmen konzentriert, deren Kernlinien in Südkorea liegen. Samsung hält 36,6 % des weltweiten DRAM-Marktes. Zusammen mit SK Hynix und Micron kontrolliert Südkorea über 70 % der globalen DRAM-Versorgung.
Server, Smartphones, Laptops, KI-Trainingsmaschinen – ohne DRAM funktioniert nichts. Schon vor Beginn des Streiks war der DRAM-Preis gestiegen.
Gartner prognostiziert Anfang des Jahres, dass die DRAM-Preise bis 2026 um 47 % steigen werden, bei Server-DRAM sogar um 60 bis 70 %. Nicht wegen des Streiks bei Samsung, sondern wegen der KI-Nachfrage.
Microsoft, Google, Meta und Amazon kaufen in bisher ungekanntem Umfang HBM (High Bandwidth Memory), was Samsung, SK Hynix und Micron zwingt, ihre Reinräume und Kapazitäten auf die lukrativen KI-Anwendungen umzuschichten.
SK Hynix sagte auf der letzten Finanzkonferenz: Die Kapazitäten für HBM, DRAM und NAND sind fast vollständig bis Ende 2026 ausverkauft.
Der Marktpreis für 32GB DDR5-Module ist von 149 USD im September letzten Jahres auf 239 USD gestiegen, ein Plus von 60 %. Der Durchschnittspreis für DDR5-Verträge stieg von 7 USD pro Einheit auf 19,5 USD, eine Steigerung um 178 %.
In diesem Moment haben die Samsung-Arbeiter mit 93 % dafür gestimmt.
Der Goldpreis hat in den letzten 24 Monaten erstaunliche Leistungen gezeigt. Abgesehen von Inflationsschutz ist die Nachfrage durch Unsicherheiten beim US-Dollar und geopolitische Spannungen getrieben.
Kurzfristig korrigiert Gold, Kapital fließt in Rohöl. Zukünftig könnte die Diskussion um Samsung und die Speicherknappheit erneut zu erheblichen Preissprüngen führen.
Der Mangel an DRAM ist strukturell: Die drei Hersteller haben große Kapazitäten in HBM investiert, was den Markt für andere Anbieter einschränkt. Dieser Engpass wird durch die Streikabstimmung bei Samsung noch verstärkt.
Natürlich könnte der Streik letztlich beigelegt werden, Verträge verschoben werden – die Auswirkungen könnten geringer ausfallen als erwartet. Doch die Richtung ist klar: Die Preisobergrenze für Speicher wird durch die Nachfrage nach KI nach oben gedrückt.
Dies ist keine Anlageberatung.